Staus und kritische Situationen mit Radfahrern gibt es immer wieder auf der Weserstraße im Bereich Herrnweg. Sehr viele Autofahrer nutzen inzwischen die Weserstraße - auch weil andere Strecken durch Sperrungen oder Baustellen weggefallen sind. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

GONSENHEIM -Die Verkehrssituation an der Weserstraße zwischen den Kreuzungen Mainzer Straße und Elbestraße entwickelt sich zunehmend zu einem Problem. Und beschäftigt den Ortsbeirat. 

Einerseits bilden sich dort jeden Tag lange Staus, teils bis hin zur Sporthalle. Andererseits ist die Querung auf Höhe des Herrnwegs für radelnde Schulkinder und andere Radfahrer nach Einschätzung der Anwohner angesichts des hohen Verkehrsaufkommens sehr riskant. Dies wurde in der jüngsten Ortsbeiratssitzung von Anwohnern deutlich gemacht.

Dass sich der Verkehr auf der Weserstraße staut, liegt laut Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) an verschiedenen Faktoren. Oktober bis Dezember seien in jedem Jahr die verkehrsstärksten Monate, da Radfahrer ins Auto umsteigen und es eine ferienfreie Zeit ist. 

Hinzu kommen zahlreiche Bau- und Sanierungsprojekte in Mainz. Und schließlich komme hinzu, so erläuterte sie auf eine Anfrage der ÖDP, dass die Ampelschaltungen an den Kreuzungen der Weserstraße zur Elbestraße und zur Koblenzer Straße verkehrsabhängig der ÖPNV mit Grünphasenverlängerung bevorrechtigt werden können. 

Insgesamt, so Steinkrüger, sei die Verkehrsbelastungsgrenze zu den Spitzenzeiten nahezu erreicht“ und die Infrastruktur lasse keine Erweiterungen zu. „Die Situation ist sehr unbefriedigend“, betonte eine Anwohnerin, die täglich riskante Situationen für radelnde Schulkindern und andere Radfahrer beobachte. „Der Herrnweg ist ein Schulweg.“ Für Radfahrer Richtung Innenstadt auf dem unteren Teil der Weserstraße zur Koblenzer Straße hin eine separate Spur zu markieren, lässt laut Steinkrüger die geringe Breite der Straße aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht zu. 

Der Ortsbeirat wünscht sich, dass die Stadt das Parken in der Kapellenstraße nur noch in den eingezeichneten Flächen erlaubt. Derzeit sei das Parken auch außerhalb erlaubt, da das Schild „Parken in gekennzeichneten Flächen“ fehle, erläuterte Antragsteller Wolfgang Oepen (FDP). Dieses Schild solle nachgerüstet werden, die eingezeichneten Flächen könnten maßvoll erweitert werden, sagte er. 

Mit Ausnahme der Grünen stimmte das Gremium für den Vorschlag. Die Grünen wünschen sich eine Verbesserung der Situation in der Kapellenstraße, auch für den ÖPNV, die Radfahrer und die Fußgänger.

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