Jochen Erlhof und Berit Schmitz von der Geschäftsführung der Mainzer Mobilität stellen den bargeldlosen Fahrscheinautomaten vor. Foto: Ralph Keim

 

MAINZ – Bargeld ist mehr und mehr auf dem Rückzug, und das nicht erst seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Auch kleinere Einkäufe werden gerne mit Karte bezahlt. Diesem Trend trägt auch die Mainzer Mobilität Rechnung, beispielsweise mit dem rein über eine App buchbaren MainzRIDER sowie dem Handyticket in der Mainzer Mobilität-App.

Und künftig sollen in allen Bussen und Straßenbahnen Fahrscheinautomaten installiert werden, die bargeldlos bedient werden. Jochen Erlhof und Berit Schmitz von der Geschäftsführung der Mainzer Mobilität stellten das System vor. Ziel sei, im ersten Quartal 2022 in den Fahrzeugen der Mainzer Mobilität den Fahrscheinverkauf auf bargeldloses Zahlen umzustellen.

Bisher wurden bereits drei Straßenbahnen mit der neuen Technik ausgestattet. Mit Inbetriebnahme dieser Automaten ist es nicht mehr möglich, den Fahrschein beim Fahrer zu kaufen, bekräftigte Erlhof. Und den Fahrer vom Abkassieren zu entlasten, bringe viele Vorteile: Gefördert werde beispielsweise die Pünktlichkeit der Fahrzeuge und durch weniger Kontakte auch die Hygiene. Und die Mainzer Mobilität selbst werde entlastet, da es einen hohen Aufwand bedeute, das einkassierte Bargeld zu verwalten, so Erlhof.

Der Automat ist durch Touch-Screen leicht zu bedienen. Foto: Ralph Keim

Im November startet in diesen Straßenbahnen ein mehrwöchiger Testbetrieb. In dieser Zeit können die Fahrgäste Fahrscheine an den drei Automaten erwerben. Anschließend beginnt der schrittweise Umbau aller weiteren Straßenbahnen. Um den Weg zum Automaten zu erleichtern, werden Fahrgäste durch Bodenaufkleber im Fahrzeug zum Automaten in der Fahrzeugmitte geführt.

Auch in den Linienbussen ist bald bargeldloses Zahlen möglich. Hierzu startet ebenfalls im November ein Testbetrieb auf insgesamt sechs Fahrzeugen. Fahrgäste erkennen die Fahrzeuge an einem Aufkleber, der im Bereich des Fahrscheindruckers beim Fahrpersonal angebracht ist.

Der bargeldlose Automat ist durch Touch-Screen einfach zu bedienen, demonstrierten Erlhof und Schmitz. Bei dieser Gelegenheit stellten die beiden Geschäftsführer auch die neue Prepaid-Bezahlkarte vor. Damit komme man den Fahrgästen entgegen, die zwar gerne bargeldlos bezahlen würden, aber ungern ihre Scheckkarte dazu nutzen wollen. Die anonyme Prepaid-Bezahlkarte muss immer wieder aufgeladen werden. Bei Verlust ist dieses gespeicherte Geld allerdings verloren. Die Prepaid-Bezahlkarte ist im Verkehrs-Center am Hauptbahnhof erhältlich.

 

Autor: Von Ralph Keim

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“