„Mombach hilft“-Vorsitzende Daniela Gönner erläutert die Kippen-Sammel-Aktion. Foto: Ralph Keim

MOMBACH – Sie fallen auf den Gehwegen nicht  so sehr auf, da sie nur gut ein Zentimeter lang sind. Die Rede ist von Zigarettenkippen. Noch ist das Rauchen auf Straßen und Plätzen nicht verboten. Und nicht wenige schnippen die Kippe nach dem letzten Zug einfach weg. Doch jeder einzelne Kippe belastet die Umwelt, besonders das Grundwasser.

Darauf machte jetzt der Verein „Mombach hilft“ unter dem Vorsitz von Daniela Gönner aufmerksam. Zusammen mit Quartiermanagerin Stefanie Lehrmann haben Vereinsmitglieder entlang der Hauptstraße achtlos weggeworfene Zigarettenkippen eingesammelt – und aufgehoben. Viele hundert solcher Kippen kamen zusammen und wurden jetzt auf dem Marktplatz anschaulich in einen durchsichtigen Zylinder „zur Schau“ gestellt.

Ortsvorsteher Kanka (rechts) und Sozialdezernent Lensch (3. v. re.) zeigten sich beeindruckt von der Aktion des Vereins „Mombach hilft“. Foto: Ralph Keim

Diese Präsentation während des Mombacher Markttags bildete den Abschluss der Aktionen im Stadtteil zum Thema „Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit“, an denen sich über die Stadtteilrunde Mombach zahlreiche Institutionen beteiligt haben. Hintergrund war, die Bevölkerung auf unterschiedliche Arten zu Thema „Abfallvermeidung und Müllreduzierung“ zu sensibilisieren. Unterstützt wurden die Aktionen vom städtischen Entsorgungsbetrieb und vom Grün- und Umweltamt. 

Von der Präsentation der Kippen machten sich auch Sozialdezernent Eckart Lensch und Ortsvorsteher Christian Kanka ein Bild. Sie zeigten sich überrascht von der Menge an Kippen, die allein entlang der Hauptstraße achtlos weggeworfen worden waren. „Man muss die Bevölkerung sensibilisieren, auf diese Unsitte zu verzichten“, appellierte „Mombach hilf“-Vorsitzende Gönner. 

Sie selbst als Raucherin habe immer einen kleinen und verschließbaren Aschenbecher dabei. Der sei aus einem Granulat gefertigt, dessen „Rohstoff“ unter anderem aus Zigarettenkippen besteht. Der Verein „TobaCycle“ fertige diese Aschenbecher an und bekomme demnächst die Mombacher Kippen zum Aufbereiten zugeschickt.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität war ebenfalls präsent und stellte das Projekt „Müll nicht rum“ vor, das sich unter anderem ausdrücklich gegen Kaffeebecher aus Plastik wendet. Auch der Mombacher Turnverein und das Haus Haifa beteiligten sich an dem Aktionsmonat und präsentierten ihre Ergebnisse.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“