Reinhard Toobe (2.v. l.) und Günther Lentz erhielten die Mombacher Ehrennadel. Überreicht von Ortsvorsteher Christian Kanka (Mitte) und Joachim Lieber (li.) sowie Eleonore Lossen-Geißler. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

MOMBACH – Der Ortsbeirat hat die Mombacher Ehrennadel an Günther Lentz für das Jahr 2020 und Reinhard Toobe für das aktuelle Jahr verliehen. „2021 ist das Jahr der Hoffnung, in dem wir Feierlichkeiten wie diese nachholen“, sagte Ortsvorsteher Christian Kanka (SPD) im Café Malete. 

Die Auswahl der Geehrten, sei nicht leichtgefallen. „Das spricht für den Ort“, bemerkte Kanka. Laudator Joachim Lieber bezeichnete Günther Lentz, als einen guten Menschen in seinem Viertel, der immer hilfsbereit sich um die Anliegen der Freunde, Bekannten und Nachbarn gekümmert habe. Nach knapp einem Dutzend Lebensstationen seit seiner Jugend aber auch als Berufssoldat sei Lentz, der verheiratet ist und Kinder und Enkel hat, 1973 „in Mombach heimisch geworden“. 

Von Anfang an habe er sich ehrenamtlich engagiert. 1976 schloss er sich der CDU an. Bis 1984 saß er im Ortsbeirat und darüber hinaus im Verkehrsausschuss der Stadt. Nach dem Beitritt zur Mombacher Soldatenkameradschaft 1873 übernahm er 1981 den Vereinsvorsitz und initiierte zahlreiche Aktivitäten und Aktionen. „Unter anderem die Umsetzung des Mombacher Kriegerdenkmals 1870/71.“ 

Seit 1990 genießt Lentz als ehemaliger Stabsfeldwebel den Ruhestand, ohne das Engagement zu vernachlässigen. Die Umsetzung der Nachbildung des Grenzsteins aus dem Jahre 1450 mit den Mainzer Doppelrad verdanke sich der Spende der „Stiftung Soldatenkameradschaft 1873“, die Lentz gründete. 

Die Verdienste von Reinhard Toobe für Mombach würdigte die ehemalige Ortsvorsteherin Eleonore Lossen-Geißler. Sie hob den Geehrten, den die Berufswahl gleichermaßen zur Bundeswehr führte und der seit 1988 mit ganzen Herzen ein Mombacher sei, als politisch engagierten Menschen und einen überzeugten Europäer. 

Aus Neumünster stammend habe er schon dort als Stadtteilvorsteher Erfahrungen gesammelt und setzte die Tätigkeit nahtlos in Mombach fort. 13 Jahre wirkte er im Ortsbeirat für die SPD mit und blieb für die Sozialdemokraten bis 2020 aktiv. 

„Er packt unermüdlich an, ist manchmal nicht zu stoppen, zeigt sich aber in Diskussionen einsichtig.“ Sie erwähnte Toobes Interesse an Lokalhistorie und bezeichnete ihn als einen Familienmenschen, dem der Stadtteil am Herzen liegt. Unter anderem verdanke sich ihm das Mombach-Lied, so Lossen-Geißler. Es erklang in der Feier. Sie dankte ihm für „die Anregungen im Rahmen der ,Sozialen Stadt‘ und würdigte seine Leitung der Arbeitsgruppe „Sauberes Mombach“ und den Einsatz gegen den Ausbau der Autobahn 643. 

„Reinhard Toobe ist in vielen Mombacher Vereinen tätig und ein starker Kämpfer für die Umwelt.“ Seine Anstrengung, der „unermüdliche Einsatz für die Mitmenschen, und ihren Lebensraum sowie die Verbesserungen der Bedingungen, die im Mombach herrschen“, habe sich über Jahre ausgezahlt, betonte Lossen-Geißler. 

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Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.