Nach Corona-bedingter Pause konnte der HGG jetzt wieder eine Mitgliederversammlung abhalten. Foto: red

GONSENHEIM – Der Heimat- und Geschichtsverein Gonsenheim (HGG) ist nach der pandemiebedingten Zwangspause wieder aktiv. Bei der Mitgliederversammlung erläuterten Manuela Müller-Horn, 2. Vorsitzende des HGG, und Ralf Claus, Schatzmeister des HGG, die Neuigkeiten des Gonsenheimer Vereines. 

Bei einem Rückblick über die Vereinsjahre 2019-2021 wurde über spannende Veranstaltungen und interessante Vorträge der Vergangenheit gesprochen. In Kooperation mit verschiedenen Institutionen in Mainz und mit Unterstützung des Künstlers Gunter Demnig konnte dem Projekt der Verlegung von „Stolpersteinen” eine Initiative gegeben werden. 

Außerdem wirkte der HGG bei einem Projekt mit, bei dem das Thema „jüdische Mitbürger”in Gonsenheim aufgearbeitet wurde. Das Heimatmuseum wurde in eine neue Gestalt gebracht und im September 2019 mit der Vernissage „Malen als Therapie” von Elisabeth Hauser wiedereröffnet. 

In der Reihe „Nachmittags im Museum” begeisterte Anne-Ria Riga die Besucher mit unterhaltsamen Geschichten und Gedichten. Prof. Dr. Gunnar Schwarting referierte in der Vergangenheit über den SV Gonsenheim, welcher im Jahr 2019 sein 100-jähriges Jubiläum feierte. Über die ehemalige amerikanische Wohnsiedlung in Gonsenheim, in welcher derzeit „hilfesuchende Menschen aus vielen Teilen der Welt” untergebracht sind, referierte Professor Höhnes. 

Im Rahmen des Projektes „HGG trifft Schule” bietet der Verein den Gonsenheimer Grundschulen Unterrichtsgänge im Bereich Sachkunde mit Museumsbesuch an. Allerdings wurde die geplante Aktion bislang noch nicht von den Lehrkräften angenommen. EineExkursion in die alte Festungsstadt Germersheim und ein Ausflug in die Stadt Glauberg mit Besichtigung des Schlosses Büdingen stießen in der Vergangenheit auf großes Interesse.

Der traditionsreiche Gonsenheimer Gesangsverein „MGV Caecilia 1845 e.V.” konnte sein 175-jähriges Bestehen coronabedingt leider nicht feiern. Zudem mussten viele weitere Veranstaltungen und Vorträge aufgrund der Pandemie abgesagt werden. Schatzmeister Ralf Claus erläuterte im Kontext der Kassenberichte, dass der Verein strukturell und wirtschaftlich gesehen nicht mehr lange durchhalten werde. 

Es werden dringend mehr Mitglieder und neue Einnahmequellen benötigt. Aufgrund des Altersdurchschnitts von aktuell 72,1 Jahren sei der Verein zudem besonders auf jungen Nachwuchs angewiesen.

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