Zu verschenken: So hieß es kürzlich in ganz Mombach wie hier an der Hauptstraße. Foto: Ralph Keim

MOMBACH – Man kennt das: Im Laufe der Jahre sammelt sich in der Wohnung so einiges an, was man nicht mehr gebrauchen kann, aber auch nicht wegwerfen will. Warum also nicht verschenken?!

Und genau das wurde kürzlich in Mombach praktiziert. Im Rahmen der Aktionsreihe „Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit“ hieß es „verschenken statt wegwerfen“. Dazu stellten die Bürger einfach Kleidung, Spielzeug, Bücher und mehr vor die Tür. Die Passanten konnten sich einfach bedienen. Initiiert wurde die Aktion von der Stadtteilrunde Mombach, dem Verein „Mombach hilft“ und dem Quartiersmanagement Soziale Stadt Mombach.

Das ist eher ein negatives Beispiel, wie man man aus einer guten Idee macht. Foto: Ralph Keim

„Die Aktion fand wohl überwiegend in den Höfen der Seitenstraßen statt“, hat Ortsvorsteher Christian Kanka beobachtet. Er bewertete die Aktion als grundsätzlich gute Sache ist, die sich wie die bereits bekannten Hofflohmärkte fest im Mombacher Jahreskalender wiederfinden könnte. „Es ist jedenfalls eine sehr sinnvolle Aktion, mit der noch gebrauchsfähige Gegenstände wiederverwendet werden können. Ich bin sehr froh darüber, dass die Stadtteilrunde gemeinsam mit den Mombacher Einrichtungen und Vereinen diesen Aktionsmonat ins Leben gerufen hat.“

Denn die Verschenke-Aktion war ein Teil von mehreren Aktionen. Denn „Müll und Müllvermeidung“ soll auch in den Kitas und Grundschulen thematisiert werden. Die Evangelische Friedenskirche hat das Thema bereits beim Erntedank-Gottesdienst aufgegriffen. 

Und der Verein „Mombach hilft“ hat achtlos weggeworfene Kippen eingesammelt. Das Ergebnis soll Ende des Monats Oktober präsentiert wird. Eingesammelte Zigarettenkippen können ihre enthaltenen Giftstoffe nicht mehr an das Regen- beziehungsweise Grundwasser abgeben. Jede achtlos weggeworfene Kippe enthält so viele Giftstoffe, dass sie 40 Liter Wasser verseucht. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Facebookseite von „Mombach hilft“.

Unterstützt wurden die Aktionen vom Entsorgungsbetrieb und dem Grün-und Umweltamt der Stadt. 

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“