Den Steuerberater braucht es erst ab einer gewissen Summe, die man verdient – könnte man meinen. Doch um sich im Steuerwesen richtig zurechtzufinden, ist eine fachmännische Beratung oftmals unumgänglich, egal wie hoch oder niedrig das persönliche Einkommen sein mag. Hinzu kommt, dass gerade Geringverdiener oftmals nicht in der Lage sind, den Überblick über alles steuertechnisch Relevante zu behalten. Damit aber jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin zumindest alles in Sachen Lohnsteuern erklärt bekommen kann, gibt es in Deutschland seit über 50 Jahren die sogenannten Lohnsteuerhilfevereine. Alleine in Mainz gibt es mehrere solche Vereine, bei denen sich jede Person melden kann, die in Sachen Lohnsteuern die wichtigsten Dinge erklärt haben möchte.

Eine stark regulierte Tätigkeit

Wie jede Tätigkeit, die mit Geld zu tun hat, wird auch das Lohnsteuerhilfewesen vom Staat überwacht. Die Basis für die Zulassung der entsprechenden Berater und Beraterinnen bildet das Steuerberatungsgesetz. Bei welchen Angelegenheiten der Berater vom Lohnsteuerhilfeverein tätig werden darf, ist klar geregelt. Beratungen in Sachen Kapitalsteuern sind hingegen sehr stark eingeschränkt.

Vergleichbar streng regulierte Branchen gibt es gerade im Finanzwesen noch weitere. So sind zum Beispiel auch die Banken sehr stark an das Gesetz gebunden. Einfach so eine Bank zu eröffnen ist nicht möglich. Dazu benötigt man eine Lizenz und entsprechend befähigtes und befugtes Personal. Auch ein Casino mit Spielen um Echtgeld kann man nicht einfach ohne Weiteres eröffnen. Die Glücksspielbranche ist ebenfalls sehr stark reguliert, da von diesen Spielen nicht nur enorme Gewinnmöglichkeiten, sondern auch Gefahren ausgehen können. Bei den Adressen, die unter https://casinopilot24.com/casino-ohne-steuer vorgestellt werden, kann man sich allerdings bedenkenlos anmelden. Dort findet man nur Spiele, die man mit gutem Gewissen spielen kann.

Beiträge je nach Einkommen

Den Lohnsteuerhilfevereinen gemeinsam ist, dass ihre Mitgliederbeträge sich nach dem Einkommen ihrer Mitglieder richten. Wer also über ein eher geringes Jahreseinkommen verfügt, muss für die Dienstleistungen des beratenden Vereines also weniger bezahlen als eine gut verdienende Person. Wer sich für die Beratung zum Beispiel dem in ganz Deutschland tätigen Steuerring anvertraut, bezahlt so einen jährlichen Beitrag zwischen 55 und 350 Euro. Hinzu kommt eine einmalige Pauschale für die Aufnahme im Verein, die bei 14 Euro liegt. Der Lohn- und Einkommensteuer Hilfe-Ring Deutschland, wie er mit vollem Namen heißt, ist in der ganzen Bundesrepublik aktiv und zählt gegen 400 000 Mitglieder sowie mehr als 1100 Beratungsstellen.

In einem ähnlichen Spektrum bewegt sich die „Lohi“, wie sich die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. online präsentiert. Je nach Einkommen bewegen sich dort die jährlich zu entrichtende Gebühr zwischen 45 und 375 Euro. Der Name täuscht dabei ein bisschen darüber hinweg, dass auch dieser Verein in ganz Deutschland aktiv ist. Die Niederlassung in Mainz besteht seit dem Jahr 2013. Sie befindet sich im Stadtteil Mainz-Finthen und ist sehr angenehm mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Komplexe Themen einfach erklärt

Die Berater bei den verschiedenen Lohnsteuerhilfevereinen können den Arbeitnehmern die oftmals mühsame Arbeit mit der Steuererklärung abnehmen. Je nach privaten Verhältnissen gibt es nämlich diverse Dinge zu beachten, die bei der Steuererklärung zur Bürde, aber auch zur Chance werden können. Einerseits gilt es natürlich keine Werte und Angaben zu vergessen. Andererseits gilt es aber auch das Maximum herauszuholen, gerade was Zulagen oder Kindergelder angeht.

Noch viel wichtiger wird die beratende Rolle eines Experten, wenn mit dem Steuerbescheid etwas nicht stimmt. In diesem Fall kann es zu einem Gerichtsverfahren kommen, womit ebenfalls viele Arbeitnehmer schnell überfordert sein können. Statt vorschnell überhöhte Steuern zu bezahlen, sollte man aber stets alle Möglichkeiten ausschöpfen, um letztlich den korrekten und angemessenen Steuerbetrag zu entrichten. Entsprechend steht der Lohnsteuerhilfeverein nicht nur zur Seite, wenn es um die eigentliche Steuererklärung geht. Auch die detaillierte Überprüfung eines Steuerbescheides kann man dem Verein anvertrauen.

Geprägt vom ständigen Wandel

Die Voraussetzungen in Sachen Lohnsteuern sind in den mehr als 55 Jahren, in denen es in Deutschland die Lohnsteuerhilfevereine gibt immer wieder anders geworden. So wie sich die Struktur, die Bedürfnisse und die Gewohnheiten der Bevölkerung verändern, verändern sich auch die Steuervorschriften. Nur so kann der Fiskus dem Wandel der Gesellschaft und den sich immer wieder verändernden Arbeits- und Wohneigentumsmodellen gerecht werden. Gleichzeitig zeigen Nachforschungen aber auch, dass ein Steuerbescheid nicht immer korrekt sein muss. In rund 20 % der Fälle rechnet der Staat offenbar falsch, führt „Die Welt“ an.

Für die Berater, die von den Vereinen teils fest angestellt, oftmals aber selbständig sind, heißt dies, dass sie sich ständig weiterbilden müssen. Gewöhnlich gilt, dass die Leiter der Beratungsstellen sich jedes Jahr einer Prüfung stellen müssen, wo sie beweisen müssen, dass sie den aktuellen Anforderungen in ihrem Bereich nach wie vor gewachsen sind. Solche Prüfungen können intern, aber auch bei übergeordneten Verbänden abgelegt werden. Wer sich als Arbeitnehmer nicht sicher ist, ob ein Lohnsteuerverein seriös genug ist, kann sich beim Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) informieren. Diesem gehören rund 160 Vereine an. Auf Anzeigen in Tageszeitungen und dergleichen sollte man hingegen eher weniger eingehen.

Vereine in vielen Orten

Selbst wer nicht in einer größeren Stadt zu Hause ist, muss auf die Dienstleistungen eines Lohnsteuerhilfevereins nicht verzichten. Solche Vereine gibt es in ganz Deutschland nämlich in vielen Orten. Das gilt auch Rheinhessen, wo es zum Beispiel Lohnsteuerhilfevereine in kleineren Orten wie Bubenheim, Tiefenthal oder Bornheim gibt. Die nötigen Angaben, um mit einem dieser Vereine in Kontakt zu treten, findet man unter anderem ganz einfach online oder im örtlichen Telefonbuch.

Die Idee, Lohnsteuerhilfevereine zu schaffen, geht auf die Gewerkschaften zurück und ist mittlerweile mehr als 50 Jahre alt. 1964 entstanden die ersten solchen Vereine, mit der Absicht, allen Arbeitnehmern Unterstützung in Steuerangelegenheiten zu bieten. Was zunächst vor allem in größeren Städten großen Anklang fand, hat sich längst auch auf dem Land durchgesetzt. Heute gibt es rund 1000 solche Institutionen auf dem gesamten Bundesgebiet. Einige Vereine sind bundesweit tätig. Andere wiederum bestehen grundsätzlich aus einer Person. Teilweise helfen so pensionierte Steuerbeamte ihren Nachbarn vom eigenen Wohnzimmer aus.

Die ultimative Hochsaison erleben die Lohnsteuerhilfevereine jeweils im Frühjahr. Bis am 31. Mai müssen die Arbeitnehmer ihre Einkommenssteuererklärung abgegeben haben. Doch die Arbeit der Vereine beschränkt sich nicht nur auf die Steuererklärungen. Die Beurteilung von Steuerbescheiden und teilweise gar die Prüfung von Rechtsmitteln gegen solche Bescheide gehören ebenfalls zum Repertoire eines Lohnsteuerhilfevereins.

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