Torsten Jäger von der Naturschutzgruppe erläutert das Insektenhotel. Foto: Ralph Keim

BODENHEIM – Es liegt ein wenig abseits: Unweit des Feuerwehrhauses, in der Verlängerung der Kapellenstraße, hat die Naturschutzgruppe Bodenheim ein kleines Idyll geschaffen. Hier grünt und blüht es – sogar jetzt noch, aber erst recht im Sommer. Hier fühlen sich Insekten wohl, hier raschelt es im Gebüsch.

Seit gut anderthalb Jahren kümmern sich die Aktiven der Naturschutzgruppe um das knapp 300 Quadratmeter große Areal, das bis dahin eine wenig ansehnliche Brachfläche darstellte, das weder die Spaziergänger und erst recht nicht die Tierwelt erfreute.

Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (re.) ist begeistert von dem Engagement der Natuschutzgruppe. Foto: Ralph Keim

Doch mit Neuanpflanzungen heimischer Pflanzen, einem Insektenhotel, Nisthilfen, Trockenmauern und weiteren Unterschlupfmöglichkeiten hat sich alles ins Gegenteil gewandelt. Davon zeigte sich auch Bodenheims Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig begeistert, als er sich vor Ort ein Bild von dem Engagement der Natuschutzgruppe unter Torsten Jäger machte.

Die Ortsgemeinde habe sich das Areal in ihren Besitz zurückgeholt und gerne die Verantwortung darüber der Naturschutzgruppe überlassen. Wie Torsten Jäger berichtete, biete das Areal inzwischen gut 30 Tierarten Lebensraum. Als nächstes sei geplant, hier kleine Wege und eine Kräuterspirale anzulegen, außerdem das Anpflanzen von Rosen, von denen aber auch die Bienen ihren Vorteil haben werden. 

Für das löbliche Engagement ist die Naturschutzgruppe jetzt auch offiziell ausgezeichnet worden: zuletzt mit dem 2. Platz beim Umwelt- und Klimaschutzpreis des Landkreises Mainz-Bingen, außerdem mit dem 3. Platz in der Kategorie „Kommunale Flächen, Parks, Baumscheiben“ beim bundesweiten Pflanzwettbewerb 2021 „Wir tun was für Bienen“ der Stiftung für Mensch & Umwelt.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“