Vorsitzender Rainer Besch (2.v.l.) zeichnete zahlreiche verdiente Aktive und Mitglieder aus. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM – Rainer Besch führt weitere zwei Jahre die TSG Bretzenheim. In der Mitgliederversammlung des größten Bretzenheimer Sportvereins in der TSG-Halle wurde der gesamte zur Wahl stehende Vorstand von den knapp 50 anwesenden Mitgliedern in offener Wahl einstimmig wiedergewählt. Erste Schriftführerin bleibt Anke Hönemann, Kassierer ist weiterhin Jörg Jäger und Erste Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses bleibt Martina Herrmann. Auch Wirtschaftsausschussmitglied Dennis Mattner, Beisitzerin Nicole Madjidi sowie die drei Kassenprüfer Jens Wrobel, Andreas Knacksterdt und Andrea Japke wurden allesamt in ihren Ämtern bestätigt.

„Es ist schön, euch endlich mal wieder persönlich zu sehen“, sagte Vorsitzender Rainer Besch zu Beginn der Versammlung zu „seinen“ Mitgliedern. Der Verein habe alle Teams trotz Pandemie halten können, die Aktiven hätten sich mit Online-Training fit gehalten. Besch: „Jetzt wird wieder gespielt, das ist das, was wir wollen.“ Die TSG hat derzeit in der Abteilung Fußball 22 Jugendteams, drei Aktiventeams und drei Alte-Herren-Mannschaften. „Das ist einzigartig in Rheinhessen, solch eine Fülle von Mannschaften gibt es nirgendwo“, betonte der Vorsitzende. In der Sparte Futsal ist die TSG Erstligist, in der Sparte Handball gibt es 28 Mannschaften, darunter auch das erfolgreiche erste Damenteam der SG: Die Ischn sind derzeit mit vier Siegen aus vier Partien Tabellenführer der 3. Liga (die Lokale Zeitung berichtete). Die Abteilungen Turnen, Volleyball und Schach fangen nun wieder mit dem Spielbetrieb an. Die Tennisabteilung plant den Bau einer Traglufthalle für die bevorstehenden Wintermonate. Dazu sollen drei Plätze überdacht werden und gleichzeitig alle fünf Tennisplätze einen neuen Belag erhalten. Die Mitgliederversammlung gab ihr einstimmiges Okay, dafür einen Kredit von bis zu 250.000 Euro aufzunehmen. Möglich macht das die gute finanzielle Situation des Vereins, die Kassierer Jörg Jäger beleuchtete. Zwar sank die Mitgliederzahl im vergangenen halben Jahr von 2958 auf 2880, allerdings hatte der Verein pandemiebedingt deutlich weniger Ausgaben. So endete das Jahr 2020 mit einem Überschuss von rund 35.000 Euro. An Investitionen stehen 2021 die Vergrößerung der Geschäftsstelle, die energetische Sanierung der TSG-Hallenfassade und der Bau der Sektbar an. 2022 wird die Lüftung im Foyer der TSG-Halle ausgetauscht.

TSG-Legende Markus Beer (2.v.l.) und Vorsitzender Rainer Besch (r.) ehrten Andreas Heberer und René Moczarski (v.l.) mit der Vereinsplakette in Silber. Foto: Oliver Gehrig

In der Versammlung wurden auch verdiente Mitglieder und Aktive geehrt. Urkunden gab es für 25, 50, 60 und sogar 70 Jahre Mitgliedschaft. Die Vereinsplakette in Bronze für ihre vorbildliche Jugendarbeit erhielten Melanie Gottron, Katrin Siemon und Jan Seiwert. Mit der Vereinsplakette in Silber wurden Andreas Heberer, René Moczarski und Christian Scülfort von TSG-Legende Markus Beer ausgezeichnet. Zum Ende der Versammlung bedauerte Vorsitzender Besch, dass die TSG ihr diesjähriges 175-jähriges Bestehen pandemiebedingt leider nicht feiern kann. „Das tut weh.“

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.