Die Akustik der Friedhofshalle soll verbessert werden. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM – Der Zustand des Bretzenheimer Friedhofs beschäftigte jetzt den Ortsbeirat in seiner ersten Präsenzsitzung des Jahres im IGS-Foyer. In einem einstimmig verabschiedeten gemeinsamen Antrag von CDU, FDP und ÖDP fordert das Gremium die Verwaltung auf, die Akustik der Trauerhalle zu verbessern. Zudem müssten die Beerdigungsinstitute bei größeren Trauerfeiern Sitzmöglichkeiten vor der Halle für Senioren zur Verfügung stellen. Im hinteren Bereich des Friedhofs verbreitet sich das giftige Jakobkreuzkraut, das entfernt werden müsste. „Die Situation auf dem Friedhof ist nicht bürgerfreundlich“, kritisierte Uwe Trier (CDU). Es gebe viele Schlaglöcher und viel Unkraut. „Warum ist der Friedhof in so einem Zustand?“, fragte Dr. Peter Schenk (ÖDP). Die Betriebszeiten müssten erweitert werden. „Der Zustand weicht von dem ab, was uns vor zwei Jahren vorgestellt wurde“, bekräftigte Uwe Marschalek (FDP). Die Mikroanlage der Trauerhalle sei schwach, berichtete Ortsvorsteherin Claudia Siebner (CDU) von ihren Erfahrungen bei einer Trauerfeier. „Das Problem ist, dass man draußen einfach nichts gehört hat.“ Sie stehe in ständigem Kontakt mit Sebastian Trüb von der städtischen Friedhofsverwaltung. „Die Akustik muss dauerhaft funktionieren.“

Weiteres Thema war ein gemeinsamer Antrag von CDU, FDP und ÖDP zur Verbesserung der Katastrophenprävention, der ebenfalls einstimmig auf den Weg gebracht wurde. „Früher war es in Bretzenheim Usus, dass samstags um 12 Uhr die Sirene geheult hat“, sagte Uwe Trier (CDU). Das sei nun nicht mehr der Fall, auch weil die Sirene auf dem Rathaus schon lange nicht mehr funktioniere und die Sirene in der Grundschule demontiert worden sei. Die Verwaltung soll daher aufzeigen, wie ein funktionierendes Frühwarnsystem errichtet wird und welche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen werden. Alena Haub (Grüne) gab zu bedenken, dass kürzlich zumindest bei einem Probealarm eine Sirene in der Essenheimer Straße zu hören war.

Bedenken hat der Ortsbeirat, was das geplante alternierende Parken in der Domherrngasse angeht. Die Müllfahrzeuge hätten große Schwierigkeiten, die Kurve zu kriegen. „Der Plan ist unrealistisch und nicht umsetzbar“, kritisierte Uwe Trier (CDU). Alena Haub (Grüne) regte an, stattdessen mehr Kontrollen in der Straße durchzuführen und die vorhandenen Parkplätze deutlicher einzuzeichnen. Der Ortsbeirat lehnte die Planung eines alternierenden Parkens in der Domherrngasse ab und bittet die Verwaltung um einen Vor-Ort-Termin.

 

Autor: Oliver Gehrig

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.