Große Freude darüber, dass an der Breite Straße jetzt ein öffentlicher Bücherschrank steht. Foto: Ralph Keim

GONSENHEIM – In den Straßen von Mainz (und nahezu allen größeren Kommunen) sind sie längst nicht mehr wegzudenken: Die Rede ist von öffentlichen Bücherschränken. Man geht einfach hin und nimmt sich ein Buch seiner Wahl – und bringt es dann bitte auch wieder zurück. Oder man bestückt einen solchen Schrank mit Büchern, um sie vor der Altpapiertonne zu bewahren. Solche Bücherschranke bieten kostenlose Nahrung für Bücherwürmer und Leseratten.

Und solch ein öffentlicher Bücherschrank steht jetzt auch an der Breite Straße – vor der TGM-Halle, gegenüber der Pfarrer-Grimm-Anlage. Mit einem kleinen Fest wurde der Schrank jetzt seiner Bestimmung übergeben. Allerdings kann er Bücher gut gebrauchen, um dann auch angenommen zu werden.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde der Bücherschrank seiner Bestimmung übergeben. Foto: Ralph Keim

Zur Übergabe des Bücherschranks musizierte das „Quartetto Botanico“. Annika Kemmeter, Autorin aus Gonsenheim, gab eine kurze Lesung. Mit einem Gläschen Wein wurde auf die neue Attraktion an der Breite Straße angestoßen.

Es war der in Gonsenheim lebende Kulturschaffende Helmut Seebach, der den öffentlichen Bücherschrank ermöglichte. Zunächst wandte er sich an Ortsvorsteherin Sabine Flegel, die selbstverständlich begeistert war. Aber angesichts von Kosten in satter vierstelliger Höhe gab es erst einmal einen Dämpfer.

Doch Helmut Seebach bekam einst von den Ludwigshafener Pfalzwerken einen Elektroverteilerkasten geschenkt, der in Queichhambach als öffentlicher Bücherschrank dient. Also wandte sich Seebach erneut an die Pfalzwerke, die erneut gerne ihre Unterstützung signalisierten. Nur wenige Tage später konnte Seebach in Landau einen ausgedienten Elektroverteilerkasten abholen.

Jetzt musste der Schrank nur noch aufbereitet und ein passender Standort werden gefunden werden. Da er ja im öffentlichen Raum aufgestellt werden sollte, musste die Stadt ihre Zusage geben, was aber kein Problem war.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“