Fontana-Vorsitzender Jürgen Häfner (links) konnte von Gunter Fischer drei neue Bälle in Empfang nehmen. Foto: Ralph Keim

FINTHEN – „Das Lob kommt sogar von der gegnerischen Mannschaft.“ Als am Samstag die offizielle Übergabe der sanierten Bezirkssportanlage in kleinem Rahmen gefeiert wurde, konnte der Vorsitzende des VfL Fontana Finthen, Jürgen Häfner, voller Stolz berichten, dass die Anlage bei den ersten Spielen der neuen Saison bereits für großes Aufsehen gesorgt hat.

Denn sowohl das Haupt- als auch das Kleinspielfeld haben jetzt einen neuen Kunstrasen der modernsten Generation. „Somit haben wir in Finthen ein Spielfeld, das seinesgleichen in der Region sucht“, zeigte sich auch Finthens Ortsvorsteher Manfred Mahle begeistert. Von Ende März bis Mitte Mai dieses Jahres war die 1988 errichtete Anlage saniert worden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 226000 Euro.

Ebenfalls bei der Feierstunde dabei waren Mahles Amtsvorgänger Herbert Schäfer sowie Gründezernentin Janina Steinkrüger und Bürgermeister Günter Beck als zuständiger Sportdezernent, außerdem Gunter Fischer, Abteilungsleiter Kommunales und Sport beim rheinland-pfälzischen Innenministerium, das die Sanierung mit 152000 Euro gefördert hat.

Offizielle Übergabe mit (vorne von links) Bürgermeister Beck, Gründezernentin Steinkrüger, Fontana-Vorsitzender Häfner, Ortsvorsteher Mahle und Abteilungsleiter Fisch und zahlreichen Ehrengästen. Foto: Ralph Keim

Der Sanierung vorausgegangen war 2019 ein entsprechendes Stadtratsvotum zu einem Sanierungsplan der Mainzer Sportstätten. Die Anlage in Finthen hatte sich schon damals als arg in Mitleidenschaft gezogen präsentiert. Der damalige Kunstrasen der sogenannten ersten Generation hatte damals bereits 16 Jahre in den Kunsthalmen und musste mehrfach ausgebessert werden. Es hatte sogar Spielausfälle gegeben, erinnerte Beck. „Aber jetzt ist die Anlage ein echter Gewinn für alle, die sie nutzen.“

Moderne, zeitgemäße und funktionsgerechte Sportanlagen seien heutzutage wichtiger denn je, verwies Abteilungsleiter Fischer auf die jüngsten Entwicklungen seit Ausbruch der Coronakrise. Die beiden, gut 7850 beziehungsweise 3600 Quadratmeter großen Fußballfelder sind jetzt mit einem Sand-Kork-Kunstrasen ausgestattet, auf dem das Spielen große Freude mache.

Ursprünglich war es ein besandeter Kunstrasen auf einer Elastikmatte, der erstmals 2003 saniert und 2004 um das benachbarte Kleinspielfeld für Jugendmannschaften erweitert wurde. Fontana-Vorsitzender Häfner erinnerte daran, dass der Verein allein 14 Jugendmannschaften mit 280 aktiven Kindern und Jugendlichen aus 45 Nationen habe. 24 Trainer stünden in Diensten der Jugendmannschaften. „Außerdem haben wir vier aktive Mannschaften, von denen die Erste in der Landesliga spielt.“

Ortsvorsteher Mahle betonte bei der Gelegenheit die Verdienste der Fontana für die Integration von Kindern und Jugendlichen. Die Sanierung trage daher mit dazu bei, dass der Verein der wichtigen sozialen Aufgabe auch in den kommenden Jahren nachkommen könne.

 

Autor: Ralph Keim

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“