Uschi Presser-Saelzer und ihr Sohn Manuel öffneten ihr Haus in Gonsenheim für zwei Tage der Öffentlichkeit. Foto: Ralph Keim

GONSENHEIM – Am vergangenen Wochenende öffneten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers für die Öffentlichkeit. Mit dabei war auch Manuel Presser. Der 61-Jährige gehört zu den profiliertesten Malern der Landeshauptstadt. Und das wurde ihm praktisch in die Wiege gelegt. Seine heute 88 Jahre alte Mutter Uschi Presser-Saelzler allein hat in ihrer Schaffenszeit 600 Bilder gemalt.

Die Bilder von Manuel Presser zeigen in großformatigen Ausführungen unter anderem bekannte Motive aus Mainz und Umgebung: beispielsweise die 14 Nothelfer-Kapelle in Gonsenheim, das Weinhaus Blum in der Mainzer Altstadt oder auch die Burgkirche von Ober-Ingelheim.

Manuel Presser setzt dabei die ihm zur Verfügung stehenden Farben nicht nur dazu ein, mit jedem Bild einen optischen Blickfang zu schaffen. Nicht selten muss man schon zwei Mal hinschauen, um die einem vielleicht vertraute, aber durch das künstlerische Schaffen von Manuel Presser regelrecht verschlüsselte Umgebung zu erkennen. Zudem fällt auf, dass Kirchen ein bevorzugtes Thema von Manuel Presser sind. Immerhin: Als Kunsthistoriker weiß Manuel Presser, was er künstlerisch umsetzt.

Auch Uschi Presser-Saelzler, Witwe des 1995 verstorbenen Historikers Helmut Presser, hat zahlreiche Mainzer Motive künstlerisch umgesetzt, wenngleich nicht so bunt und verschlüsselt wie ihr Sohn. Die Christuskirche beispielsweise und erst recht der Mainzer Dom sind deutlich zu erkennen. In ihrem Haus sind zudem noch Werke aus ihrer Studienzeit in Rom und Paris zu finden.

Nach Mainz zog die Familie Presser Mitte der 20er Jahre. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Helmut Presser wissenschaftlicher Angestellter bei der Stadt und leitete als Bibliotheksdirektor auch die Stadtbibliothek. Von 1963 bis zu seiner Pensionierung 1977 war Helmut Presser Direktor des Gutenberg-Museums. Uschi Presser-Saelzer kam in Oggersheim zur Welt und zog nach dem Zweiten Weltkrieg nach Mainz.

 

Autor: Ralph Keim

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“