Tobias Reisige an der Blockflöte, Markus Conrads am Kontrabass und Johannes Behr an der Gitarre sind zusammen „Wildes Holz“. Foto: Ralph Keim

BODENHEIM – Endlich wieder ein Konzert! Endlich wieder Kultur! Endlich wieder eine Veranstaltung der Kulturfrauen Bodenheim. Umso größer war die Freude, als die Besucher des Auftritts von „Wildes Holz“ die ersten Klänge des Trios vernahmen. Endlich wieder Livemusik auf einer Bühne.

Doch auch und besonders im zweiten Corona-Sommer war ein umfangreiches Hygienekonzept notwendig, das den Auftritt von „Wildes Holz“ im Hermann-Weber-Saal des Bodenheimer Bürgerhauses erst möglich machte. Der Einlass der Gäste gestaltete sich zeitintensiv, ebenso die Pause. Doch das nahmen die Konzertbesucher gerne in Kauf. Denn zu lange hatten die Fans der Kulturfrauen auf deren Angebote verzichten müssen.

Und mit „Wildes Holz“ ging ein langegehegter und durch Corona noch einmal zusätzlich verlängerter Wunschtraum der Kulturfrauen dann endlich in Erfüllung. Mit „Höhen und Tiefen“ bewiesen die drei Musiker, dass sie völlig zurecht zu den außergewöhnlichsten Virtuosen ihrer Zunft gehören. Tobias Reisige an der Blockflöte, Markus Conrads am Kontrabass und Johannes Behr an der Gitarre ließen zusammen keine Wünsche offen.

Ob Popmusik oder klassische Musik – für „Wildes Holz“ gibt es keine scharfen Linien, keine klaren Grenzen. Witz und Komik kommen bei dem famosen Trio ebenfalls nicht zu kurz.

In wenigen Wochen heißt es dann: Tobias Mann kommt zu den Kulturfrauen. Mit seinem Programm „Mann gegen Mann“ will der Satiriker und Musiker aus Mainz am 9. Oktober ebenfalls im Hermann-Weber-Saal des Bürgerhauses seinen pointierten Angriff auf die Lachmuskeln starten. Allerdings steht dieser Auftritt noch unter dem Vorbehalt der dann geltenden Corona-Verordnungen. Auf jeden Fall muss jeder Zuschauer entweder über vollständigen Impfschutz verfügen oder genesen sein. Andernfalls ist ein negativer Test notwendig, der nicht älter als 24 Stunden ist.

In „Mann gegen Mann“ stellt sich Tobias Mann seinem ultimativen Endgegner: sich selbst. Die härtesten Diskussionen führt er mittlerweile nicht mehr im Internet, sondern in seinem tiefsten Inneren und dabei zeigt sich: Selbst bei Facebook und Twitter geht es gesitteter zu. Jedes  Selbstgespräch eskaliert und mündet in wüsten Beschimpfungen und Hasskommentaren, ohne Chance darauf, dass der User gesperrt wird. Schlimm für ihn, aber gut für sein Publikum, das  nun an diesem höchst unterhaltsamen, kabarettistischen Kampf Mann gegen Mann teilhaben darf.

Weitere Infos und Kartenbestellungen unter www.kulturfrauen.de. 

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“