Ortsvorsteher Kanka gratulierte Heinz Granold zum 100. Geburtstag. Im Hintergrund Tochter Doris und Schwiegersohn Otto Schramm. Foto: Ralph Keim

MOMBACH – Er ist über die Maßen rüstig geblieben, beneidenswert rüstig, wenn man das Alter bedenkt: 100 Jahre ist Heinz Granold, der jetzt seinen runden Geburtstag gefeiert hat. Zu den zahlreichen Gratulanten aus den Reihen der Familie, der Freunde und der Nachbarn zählte auch Ortsvorsteher Christian Kanka, der die besten Wünsche und Grüße von Ministerpräsidentin Malu Dreyer mitbrachte.

Dem Ortsvorsteher zeigte der Altersjubilar gleich zahlreiche Fotos, die ihn unter anderem als kleiner Bub und auch als Motorradfahrer zeigen. „Ich bin oft und gerne Motorrad gefahren“, erzählte Heinz Granold.

Geboren wurde der jetzt 100-Jährige in Mainz. Nach der Schule begann er eine Lehre als Zahntechniker. Doch dann kam der Zweite Weltkrieg. Auch Heinz Granold wurde eingezogen. In Italien geriet er in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft, kam erst 1947 zurück nach Mainz.

Um Geld zu verdienen, fuhr er erst einmal Kohle aus. Eine Tätigkeit als Zahntechniker zu arbeiten, gab es nicht. Denn Geld, um die Zähne richten zu lassen, hatten die Mainzer damals nicht. Später arbeitete Heinz Granold unter anderem für die Firma Köbig. Aus gesundheitlichen Gründen ging er bereits mit Ende fünfzig in Rente.

Direkt nach der Heimkehr aus der Gefangenschaft fand er in der Mainzerin Lieselotte die große Liebe. 1948 kam Tochter Doris zur Welt. Seit fünf Jahren ist Heinz Granold Witwer. In Mombach lebt er bei seiner Tochter und deren Ehemann Otto Schramm. Von der Wohnung aus hat man einen schönen Blick auf die Roche-Anlage. „Erst vor kurzem hat sich mein Vater von seinem Auto getrennt“, erzählte Doris Schramm. Schweren Herzens, wie sie hinzufügt.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“