Der Schulhof der Grundschule am Pestalozziplatz soll grüner werden. Foto: Ralph Keim

MOMBACH – Wie sieht ein Schulhof vielfach aus? Zumindest in einem Punkt ähneln sich diese Areale: Sie sind überwiegend mit Beton versiegelt. Doch das muss nicht sein, zumal diese nicht gerade kleinen Betonflächen dazu beitragen, dass sich die Umgebung im Hochsommer erheblich aufheizt.

Warum also nicht wenigstens einen kleinen Teil dieser Betonflächen entsiegeln und begrünen? In der Mombacher Pestalozzischule wird dies bald der Fall sein. Denn die Stadt  und die Mainzer Stadtwerke haben bereits vor einigen Monaten auf Initiative von Oberbürgermeister Michael Ebling über die Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz eine Aktion für mehr Grün in der Stadt gestartet. 

Aus Mitteln der Stiftung werden im Rahmen des Projektes „Aus Grau wird Leben!“ unter anderem Dach- und Fassadenbegrünungsprojekte von Bürgern oder Unternehmen finanziell unterstützt oder bisher versiegelte Flächen der Mainzer Stadtwerke bepflanzt. 

Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender Daniel Gahr, OB Michael Ebling und Ortsvorsteher Christian Kanka (v. li.) freuen sich, dass das Projekt in Mombach startet. Foto: Ralph Keim

Und in den kommenden Jahren die Schulhöfe, beginnend mit der Mombacher Grundschule am Pestalozziplatz. OB Ebling, Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender Daniel Gahr und Landschaftsarchitekt Klaus Bierbaum erläuterten zusammen mit Ortsvorsteher Christian Kanka das Vorhaben, das allerdings wohl erst in einem Jahr umgesetzt wird.

Landschaftsarchitekt Bierbaum plant die Entsiegelung weiter Teile des Schulhofs, der derzeit immerhin einige Bäume bietet, ansonsten aber zubetoniert ist. In Gesprächen mit Schulleiterin Britta Papan und der stadteigenen Gebäudewirtschaft habe er ein Konzept entwickelt, das deutlich mehr Grün beinhaltet.

Eine Herausforderung stelle die Topografie des Schulhofs dar, der an einer Stelle ein deutliches Gefälle aufweist. Hinzu komme, dass die Begrünung selbstverständlich nicht den Interessen der Kinder gegenwirken darf. Aus ersten Überlegungen sollen in den kommenden Wochen konkrete Pläne werden. Erst dann könne abschließend abgeschätzt werden, welche Kosten für die Umgestaltung auf die Klimaschutzstiftung zukommen. 

Landschaftsarchitekt Klaus Bierbaum erläutert seine Pläne. Foto: Ralph Keim

Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender Gahr erinnerte in Mombach, dass sein Unternehmen sehr daran gelegen sei, versiegelte Flächen in Grün umzuwandeln, zum einen direkt vor dem Stadtwerke-Hauptgebäude in der Neustadt oder auch auf den Dächern von Bushaltstelle, womit man bereits begonnen habe.

Was die Begrünung der Schulhöfe angeht, soll nach Mombach das Schloss-Gymnasium in der Innenstadt an die Reihe kommen.

Teilen
Vorheriger ArtikelEin Sommertag im Stadtteil Marienborn
Nächster ArtikelImmer als Freude angesehen
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“