Neustadt-Ortsvorsteher Christoph Hand freut sich auf das Jahr 2022, wenn sein Stadtteil das 150-Jährige feiert. Foto: Ralph Keim

NEUSTADT – Der 21. September 1872 war ein wichtiger und bedeutsamer Tag für die Stadt Mainz. Damals wurde ein Vertrag geschlossen, der die zu dieser Zeit dringend notwendige Erweiterung von Mainz möglich machte. Das Ergebnis war ein neuer Stadtteil, in dem heute knapp 30000 Menschen leben – die Neustadt.

Für Ortsvorsteher Christoph Hand stellt jener 21. September 1872 die Gründung seines Stadtteils dar. Und daher wird es am Wochenende nach dem 21. September 2022, genauergesagt vom 23. bis 25. September, ein großes Festwochenende geben. Denn 2022 feiert die Mainzer Neustadt ihr 150-jähriges Bestehen – und das nicht nur an einem Wochenende, sondern im Prinzip das ganze Jahr über. Oberbürgermeister Michael Ebling hat die Schirmherrschaft für das Jubiläumsjahr übernommen.

Unter anderem das Kinderhaus Blauer Elefant repräsentiert die Neustadt der Gegenwart. Foto: Ralph Keim

OB Ebling und Ortsvorsteher Hand stellten jetzt schon das Logo des Jubiläumsjahres und in groben Zügen das Programm vor. Das Logo zeigt beispielsweise eine stilisierte Eule. Damit wird der Bezug zur römischen Jupitersäule hergestellt, die im Gebiet der Neustadt gefunden wurde und unter anderem mit dem Abbild einer Eule verziert ist, wie der Ortsvorsteher informierte. In die Eule integriert ist das Mainzer Rad. Alles zusammen findet sich auf einem angedeuteten Stadtplan wieder.

Ortsvorsteher Hand erinnerte an die damalige Zeit, als der Mainzer Stadtbaumeister Eduard Kreyßig 1866 vom Stadtrat den Auftrag erhielt, die Erweiterung der Stadt zu planen. Als Areal sollte das sogenannte Gartenfeld herhalten, das außerhalb der Stadt- und Festungsmauern lag und auf dem Obst und Gemüse angebaut wurde. 

Dass der entsprechende Vertrag erst sechs Jahre später abgeschlossen werden konnte, hatte seinen bestimmten Grund: Die Stadt Mainz brauchte vom preußischen Kriegsministerium die Genehmigung, die Festungsbauwerke, von denen heute noch einige in der Neustadt stehen, zu schleifen. Und diese Verhandlungen zogen sich hin. Mitte März 1873 begannen dann endlich die eigentlichen Arbeiten

Wer die Arbeitsgruppe zum Neustadt-Jubiläum unterstützen will, ist jederzeit willkommen. Foto: Ralph Keim

Am Programm für das Jubiläumsjahr wird noch gefeilt. Fest steht, dass es Führungen, Ausstellungen und Darbietungen geben soll. Dazu hat sich eigens eine Arbeitsgruppe gebildet, an denen man sich gerne beteiligen kann – entweder mit einer konkreten Idee oder mit einem ständigen Engagement. 

Wer mitmachen will, melde sich unter 150jahreneustadt@stadt.mainz.de. 

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“