RV-Vorsitzender Stefan Beismann (2.v.r.) freute sich über viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Volksradfahren. Foto: Oliver Gehrig

HECHTSHEIM – Bei schönem Sommerwetter veranstaltete der Radfahrerverein (RV) 1910 Hechtsheim sein 45. Volksradfahren. Startpunkt war die Radsporthalle in der Heuerstraße, wo bereits ab 9 Uhr der Biergarten geöffnet war – entsprechend dem bewährten Corona-Hygienekonzept mit Kontaktnachverfolgung. Den virtuellen Startschuss übernahm um 9.30 Uhr Ortsvorsteherin Tatiana Herda Munoz, die sich anschließend selbst mit dem Rad auf die Rundstrecke aufmachte. Der 23 Kilometer lange Rundkurs führte von der Radsporthalle über die Weinberge bis Bodenheim und von da weiter nach Ebersheim. Dann ging es durch die Felder und durchs Gewerbegebiet zurück nach Hechtsheim. Etwa auf der Hälfte der Strecke gab es an der Abzweigung der Rheinhessenstraße nach Ebersheim einen Kontrollpunkt, wo auch Getränke gereicht wurden.

Rund 150 Starterinnen und Starter machten sich gleich zu Beginn auf den Weg, insgesamt rechnete der RV-Vorsitzende Stefan Beismann mit rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Die Wettervoraussetzungen sind gut und das Corona-Konzept haben wir gut umgesetzt“, sagte er im Gespräch mit der Lokalen Zeitung. „Es sind diesmal auch viele E-Biker dabei.“ Diese hatten die Möglichkeit, die Strecke gleich zweimal zu bewältigen. Das Startgeld betrug für Erwachsene 5 Euro, für Kinder 3 Euro. Das Tragen eines Helmes wurde empfohlen. Als Belohnung gab es für alle je eine Urkunde und je einen Gutschein der Bäckerei Werner, einem der Sponsoren der Veranstaltung. Der älteste und der jüngste Teilnehmer erhielten je einen Frühstücksgutschein. Zudem gab es eine große Tombola, bei der es als Hauptgewinne drei Preise rund ums Fahrrad zu gewinnen gab, gesponsert von der Hechtsheimer Rad-Filiale B.O.C. Für die Stärkung nach getaner Leistung gab es an der Radsporthalle Kaffee und Kuchen sowie Steaks und Würstchen, Salate und kalte Getränke.

Der Erlös der Veranstaltung fließt in die Vereinsarbeit, etwa in den Hallenunterhalt, in Strom, Gas, Wasser und Reparaturen. „Die Veranstaltung ist eine wichtige Einnahmequelle für den Verein, wir durften ein Jahr lang coronabedingt die Halle nicht nutzen“, betonte Beismann. „Wir sind froh, dass wir jetzt seit zwei Wochen wieder alle Sportarten anbieten können.“ Zuvor durften nur die Kadersportler und die Bundesligasportler trainieren.

Der 323 Mitglieder zählende RV Hechtsheim hat derzeit 323 Mitglieder, darunter sind 62 Aktive. Er bietet die Sportarten Radball, Kunstradfahren, Einrad-Kür und Einrad-Hockey an. Rund 2800 Euro kostet ein modernes Radballrad, das im Betrieb in der Ersten Bundesliga ein bis zwei Jahre hält, rechnete Beismann vor. Stolz ist der Vorsitzende auf seine Tochter Nora Beismann (13), die als Schülerin für den RV Hechtsheim an den Deutschen Meisterschaften der Kunstradfahrer am 15. August in der Nähe von Michelstadt teilnimmt. Demnächst möchte der Verein eine Kleinkindgruppe, eine Art Früherziehung im Radfahren, auf die Beine stellen. In der Radsporthalle wird bereits jetzt donnerstags von 14 bis 18 Uhr ein Altennachmittag angeboten, den der RV vom DRK übernommen hat. Weitere Termine sind die Mitgliederversammlung am 9. Juli und der MVB-Preis am 20. November.

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.