Das Mombacher Feuerwehrhaus ist in einem schlechten Zustand. Ein Gutachten der Gebäudewirtschaft empfiehlt daher einen Neubau. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

MOMBACH – Die sieben Kindertagesstätten in Mombach – darunter zwei katholische und eine evangelische – haben aktuell insgesamt 553 Plätze. 22 Plätze könnten jedoch aktuell aufgrund vakanten Stellen nicht besetzt werden, teilte Sozialdezernent Eckart Lensch dem Ortsbeirat schriftlich mit. Dies betreffe die städtischen Kitas Am Alten Kerbeplatz und in der Hauptstraße.

Durch das am 1. Juli in Kraft tretende Kita-Zukunftsgesetz des Landes kommt es laut Lensch in allen Kindertagesstätten im Stadtteil zu Umstrukturierungen, die auch Auswirkungen auf das Betreuungsangebot haben. So fallen 14 Plätze für Kinder unter zwei Jahren weg, sie werden aber durch 14 zusätzliche Plätze in der Altersgruppe über zwei Jahre ausgeglichen.

Die Stadt plant laut Lensch in Mombach zusätzlich den Neubau einer viergruppigen Kindertagesstätte mit mindestens 60 Plätzen. 32 kleine Mombacher werden aktuell bei einer Tagesmutter betreut. Den städtischen Hort besuchen 30 Schulkinder, elf weitere Kinder stehen dort für die Zeit ab August auf der Warteliste.

Das Gerätehaus der Feuerwehr entspricht nicht mehr den Anforderungen als Standort. Es erfülle nicht die Vorgaben der Gemeindeunfallversicherung und sei zudem in einem desolaten Zustand – so das Ergebnis einer Untersuchung durch die Gebäudewirtschaft Mainz, die sämtliche Feuerwehrhäuser in Mainz überprüft hat. Bei der Untersuchung wurden Raumangebot und Gebäudezustand, aber auch die Brandschutz- und Sicherheitstechnik, Haustechnik und das Erweiterungspotenzial unter die Lupe genommen. Beleuchtet wurde parallel, ob die Feuerwehrhäuser die Vorgaben der Gemeindeunfallversicherung erfüllen.

Bei letztgenanntem Punkt fällt das Gebäude komplett durch und erhält die Note sechs, für die übrigen Punkte geben die Prüfer eine 4,1. „Die Wirtschaftlichkeit einer Instandsetzung des vorhandenen Gebäudes ist zu bezweifeln. Fraglich ist ebenfalls, ob der Standoert aufgrund seiner Gesamtgröße dauerhaft als Standort für eine Freiwillige Feuerwehr geeignet ist“, heißt es im Gutachten.

Bereits vor Jahren habe es Überlegungen gegeben, die Gerätehäuser der Gonsenheimer und Mombacher Wehr in einem gemeinsame Neubau zu vereinen, erinnerte die frühere Ortsvorsteherin Eleonore Lossen-Geißler (SPD). Dies wollten die Wehren damals nicht, sagte sie. Ortsvorsteher Christian Kanka (SPD) teilte mit, dass ein solcher gemeinsamer Neubau auch heute nicht geplant sei. Es sei allerdings wichtig, für die Mombacher Wehr eine gute Lösung in Sachen Gerätehaus zu finden.

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