Ab Juli wird die Hochstraße zwischen Mombach und dem Hartenberg für den Verkehr gesperrt. Das Verkehrsaufkommen sollen künftig die bereits stark belastete Rheinachse sowie Zwerchallee und Mombacher Straße auffangen. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

MOMBACH – Ab Juli wird die Hochstraße endgültig für den Verkehr gesperrt, und die Ortsbeiratsmitglieder sind skeptisch, ob Rheinachse und Zwerchallee tatsächlich den zusätzlichen Verkehr auffangen können, der über die marode Brücke geflossen ist. Zugleich befürchten sie, dass Schleichverkehr und Schwerlastverkehr den Stadtteil zusätzlich belasten werden.

„Der Durchgangsverkehr hat aktuell bereits durch die Sperrung der Salzbachtalbrücke drastisch zugenommen“, warnte Kurt Mehler (Freie Wähler). Vor diesem Hintergrund müsse geregelt werden, wie Mombach nach dem Wegfall der Hochbrücke vor Schleichverkehr geschützt werden könne.

Horst Böcher (SPD) hält es ohnehin für fraglich, dass der ebenerdige Verkehr nach der Schließung von der Hochstraße in der Realität so reibungslos laufen wird, wie es in einer Simulation des Verkehrsdezernats gezeigt wurde. Diese Simulation hatte 2015 errechnet, dass die Kapazitäten auf der ebenerdigen Route ausreichen, wenn unter anderem eine zusätzliche Abbiegespur von Rheinallee in Zwerchallee eingerichtet wird – was inzwischen geschehen ist.

Rund 10.000 Fahrzeuge täglich nutzen bislang die Hochstraße, und müssen sich künftig einen anderen Weg suchen. „Wir werden die Entwicklung genau beobachten und müssen rechtzeitig eingreifen, wenn es nicht funktioniert“, so Böcher. Eleonore Lossen-Geißler (SPD) ergänzte, die Simulation habe gar nicht betrachtet, „was sich durch die Sperrung im Ort abspielt“.

Die MeinRad-Stationen in der Emrichruhstraße und am Schwimmbad hat die Mainzer Mobilitätnach einer Häufung von Vandalismusschäden vorläufig außer Betrieb genommen, teilte die Verwaltung dem Ortsbeirat mit. Außerdem wurden aus diesem Grund die Abstellplätze der Leihräden an den Stationen an der Ortsverwaltung und am Bahnhof eingeschränkt. Die beiden gesperrten Stationen sollen nach Reparaturarbeiten wieder in Betrieb gehen.

Eine zusätzliche Station soll zudem am Westring eingerichtet werden – im Zuge des barrerefreien Umbaus der Haltestelle. Dem Wunsch des Ortsbeirats nach einer Station am Waldfriedhof erteilten Mainzer Mobiliät und Verwaltung indes Absagen: Der Friedhof sei als Standort für eine Radleih-Station weder verkehrlich noch wirtschaftlich möglich.

Teilen
Vorheriger ArtikelLänger kostenloser Badespaß?
Nächster ArtikelFeuerwehrhaus in desolatem Zustand
Diese Beiträge sind in unseren Redaktionen entstanden. Dazu sichten wir Pressemeldungen, eingesandtes Material und Beiträge von Vereinen, Organisationen und Verwaltung. Dies alles wird dann von unseren Redaktionsleitern verifiziert, bearbeitet und ansprechend aufbereitet. Oftmals ergeben sich daraus Themen, die wir dann später aufgreifen.