Rabenkrähen haben es auf die knackigen Draiser Kirschen abgesehen. Der Abschuss von bis zu fünf Vögeln soll den Schwarm fernhalten, um Ernteeinbußen zu vermeiden. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

DRAIS – Der Ortsbeirat beschäftigte sich mit einer ganzen Reihe von Themen. So hat sich das Gremium dafür ausgesprochen, bis zu fünf Rabenkrähen abzuschießen, um die massiven Einbußen bei der Obsternte zu verringen. Bereits der Abschuss einiger weniger Vögel könne bewirken, dass ein Teil der Population vertrieben wird, erläuterte Ortsvorsteher Norbert Solbach (CDU).

In der Draiser Senke haben sich Rabenkrähen angesiedelt, deren Bestand in die Hunderte geht. Schon seit Jahren sorgen sie für massive Ernteeinbußen, außerdem klagen Anwohner am Ortsrand über den großen Lärm der Vögel, die auch auf dem Lerchenberg ihr Unwesen treiben. Und schließlich habe der kritische Bestand an Rabenkrähen negative Auswirkungen auf den heimischen Singvogelbstand im Biotop „In den Bohlen“.

„Vor allem bei Süßkirschen sind die Ernteschäden sehr groß“, so Solbach. Die Landwirte bezifferten sie auf einen über vierstelligen Betrag. Vogelabwehranlagen wie Knallgeräte nutzten bei den Rabenkrähen nicht, dagegen habe sich der Abschuss einer weniger Tiere andernorts als hilfreich erwiesen, um sie zu vertreiben. „Landwirte haben damit gute Erfahrungen gemacht“, berichtete Solbach. Nach einer kontroversen Diskussion stimmte der Ortsbeirat mit sieben Ja-Stimmen bei drei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen von Grünen und SPD dafür, bei der Oberen Naturschutzbehörde eine Sondergenehmigung für den Abschuss zu beantragen.

Die Stadt will ein Konzept für alle Stadtteile erarbeiten, um besser für Starkregenereignisse mit Überflutungen von Gebäuden gewappnet zu sein. Auch in Drais gibt es Handlungsbedarf, wie sich beim Starkregen Mitte Juni gezeigt hat. Damals wurden Keller An der Markthalle überflutet.

Zum Konzept zählt es, neue Sinkkästen zu installieren, die Ableitgräben zu ertüchtigen und die Kanäle stets durchlässig zu halten. Ein Problem ist auch das Bankett an der Kreisstraße 11, das höher als das Straßenniveau ist. Dadurch werde das Wasser direkt in den Ort geführt, erläuterte Solbach.

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