Die Zukunft des Hechtsheimer Feuerwehrhauses in der Talstraße war Thema im Ortsbeirat. Foto: Oliver Gehrig

HECHTSHEIM – Die Zustandsdiagnose und die Machbarkeitsstudie zur Behebung der Mängel der Feuerwehrhäuser war nun Topthema im Hechtsheimer Ortsbeirat, der in der ersten Präsenz-Sitzung des Jahres im Bürgerhaus tagte. Genauer gesagt ging es hier um die Zukunft des Hechtsheimer Feuerwehrhauses in der Talstraße im Ortskern. Hier besteht erheblicher Sanierungsbedarf, so die Diagnose. Der Tenor aller Fraktionen: Das Feuerwehrhaus sollte nach Möglichkeit weiter im Ortszentrum bleiben, damit kurze Anfahrten der Brandschützer zu den Einsatzorten gewährleistet sind.

„Wir werden uns als Ortsbeirat mit unserer Feuerwehr zusammensetzen und einen Vor-Ort-Termin machen“, sagte Ortsvorsteherin Tatiana Herda Munoz (SPD), die ihre Wertschätzung gegenüber den Brandschützern zum Ausdruck brachte. „Wir werden mit den Kameraden und Kameradinnen die Zukunftsplanung unternehmen“, bekräftigte Franz Jung (CDU). „Sie sind diejenigen, die sich für unser Leben einsetzen.“ Im Dialog mit der Feuerwehr müsse erörtert werden, wie das Feuerwehrgerätehaus am vorhandenen Standort ertüchtigt werden kann.

Von „Ungereimtheiten bei der Grundstücksfrage“ sprach Konrad Meier (CDU). Er habe Angst, dass die Feuerwehr weit nach draußen verlegt, das vorhandene Gebäude abgerissen und das Grundstück neu bebaut wird. Deshalb müsse frühzeitig dafür gesorgt werden, dass die Feuerwehr nicht ins Gewerbegebiet verlegt wird. Meier: „Die Feuerwehr muss vor Ort bleiben!“ Reinhard Schwarz (Freie Wähler) ist skeptisch. „Ich habe mir immer einen zentralen Standort im Ort gewünscht, aber eventuell müssen wir uns davon verabschieden“, sagte er. „Die Grundstücksfrage lässt sich nicht so ohne Weiteres lösen.“ Es werde allerdings noch „ein paar Lenze dauern“, bis Hechtsheim an die Reihe komme, so Schwarz. Zunächst seien Laubenheim und Ebersheim an der Reihe, danach Gonsenheim, Drais und Finthen. Trotzdem sei es wichtig, jetzt schon die Standortdebatte zu führen, denn geeignete Standorte würden rarer. „Die Außenbereiche sind für die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Hechtsheim jetzt schon nicht in den geforderten acht Minuten zu erreichen“, erläuterte Schwarz. Er forderte, die städtische Amtsleitung, die Planungsgruppe und die Freiwillige Feuerwehr bei der Planung mit ins Boot zu holen.

Zustandsdiagnose und Machbarkeitsstudie wurden vom Ortsbeirat zur Kenntnis genommen. Die Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Mainz-Hechtsheim waren in der Sitzung anwesend, wollten sich aber (noch) nicht äußern.

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.