Katrin Eder wechselt vom Mainzer Umweltdezernat ins rheinland-pfälzische Umweltministerium. Archivfoto: Ralph Keim

MAINZ – Nach ziemlich genau zehn Jahren als Dezernentin für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr wechselt Katrin Eder (Grüne) von der Stadtverwaltung in die Landesregierung: Katrin Eder wird nämlich neue Staatssekretärin für Mobilität im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität im von Ministerin Anne Spiegel (Grüne) geleitete Umweltministerium.

Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) gratuliert: „Der Wechsel ist ein großer Gewinn für die Landesregierung und stärkt auch die Position der Landeshauptstadt Mainz. Allerdings verliert die Stadt mit Katrin Eder auch eine erfolgreiche und kompetente Dezernentin, die der Umwelt und Verkehrspolitik in Mainz ihren Stempel aufgedrückt hat. Und ich persönlich verliere eine zuverlässige Kollegin, mit der ich gerne im Stadtvorstand zusammengearbeitet habe.“

Insbesondere Katrin Eders Einsatz für den Klimaschutz und der konsequente Ausbau der Radinfrastruktur seien erfolgreiche Schwerpunkte ihrer Arbeit gewesen. Glückwünsche kommen auch von den Grünen: Katrin Eder werde in Zukunft für ganz Rheinland-Pfalz unter anderem Konzepte für einen ÖPNV der Zukunft entwickeln und sich mit Leidenschaft für eine dringend notwendige Mobilitätswende einsetzen.

„Das ist wirklich ein großer Verlust für uns Mainzer Grüne, und wir finden es natürlich sehr schade, dass Katrin Eder nun den Mainzer Stadtvorstand verlässt“, sagt Christian Viering, Kreisvorsitzender der Grünen Mainz. Gleichzeitig betont er aber: „Sie ist genau die Richtige für die Aufgabe und eine Bereicherung für die neue Landesregierung.“

Mitte Juni 2011 trat Katrin Eder ihr Amt an. Die besonders bei Autofahrern nicht unumstrittene Dezernentin verantwortete unter anderem den Ausbau der Straßenbahnstrecken, darunter die 2016 eröffnete Mainzelbahn. In diesem Zusammenhang musste sie allerdings im Herbst vergangenen Jahres mit der Ablehnung der Wiesbadener Bevölkerung, was eine gemeinsame Stadtbahn anging, auch eine herbe Niederlage einstecken.

Katrin Eder trieb außerdem den Ausbau der Radinfrastruktur in Mainz voran. Erst kürzlich wurde am Hauptbahnhof das Fahrtradparkhaus eröffnet. Nicht unumstritten war das Ausweisen von Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen wie die Kaiserstraße und die Rheinallee.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“