Wehrführer Markus Schmitt. Foto: Ralph Keim

FINTHEN – Auf ihr 150-jähriges Bestehen blickt die Freiwillige Feuerwehr in Finthen in diesem Jahr zurück. Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat die Wehr unter Wehrführer Markus Schmitt allerdings sämtliche Feierlichkeiten und Jubiläumsaktivitäten abgesagt. Dennoch: Auch in Pandemiezeiten muss es eine funktionierende Feuerwehr geben.

35 Aktive hat die Wehr derzeit. Wehrführer Schmitt hat schon seit längerem beobachtet, dass der auch in Finthen teure Wohnraum auf die Fluktuation bei den Aktiven Einfluss hat: „Es herrscht manchmal ein Kommen und Gehen, erst recht wenn die Kameraden und Kameradinnen ein Eigenheim suchen.“

Selbstverständlich hat Corona auch Einfluss auf die Aktivitäten der Wehr. „2020 wurde alles zeitweise bis auf die Einsätze heruntergefahren. Seit diesem Jahr sind Treffen in festgelegten, verschiedenen Übungsgruppen wieder möglich.“ Den Aktiven stehen zahlreiche Fahrzeuge zur Verfügung, beispielsweise ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug für bis zu 9 Mann. Es dient zur Brandbekämpfung und zur technischen Hilfeleistung, beispielsweise bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen.

Das Löschguppenfahrzeug mit einer Besatzung von 9 Mann dient ebenfalls der Brandbekämpfung sowie der einfachen technischen Hilfeleistung. Dieses LF 8 ist schon 30 Jahre alt, soll aber noch dieses Jahr gegen ein jüngeres von der Berufsfeuerwehr vorübergehend ersetzt werden. Bis 2023 soll für die Finther Wehr dann ein neues Fahrzeug angeschafft werden.

Das Tanklöschfahrzeug führt 5000 Liter Wasser und 500 Liter Schaummittel mit sich. Dieses Fahrzeug wird bei größeren Einsätzen mit erhöhten Wasserbedarf in und um Mainz herum dazu alarmiert. Das Mannschaftstransportfahrzeug transportiert bis zu 9 Mann und in geringem Maße auch Material.

Was die allgemeine Ausstattung angeht, bewertet Wehrführer Schmitt diese als gut. „Wir versuchen natürlich immer, unsere Ausstattung zu verbessern und zu modernisieren. Ergänzend zu dem Material, das wir von der Stadt Mainz zur Verfügung gestellt bekommen, unterstützt uns auch unser Förderverein bei Anschaffungen. Im Moment bemühen wir uns zum Beispiel um die Beschaffung von einer zusätzlichen Wärmebildkamera.

Keine Feuerwehr ohne Gerätehaus. „Unser Gerätehaus ist nicht mehr ganz zeitgemäß. Eine Überprüfung seitens der Stadt hat hervorgebracht, dass ein Neubau günstiger wäre als ein Umbau. Die Planungen hierzu laufen noch“, so der Wehrführer.

Jede Feuerwehr braucht eigentlich immer Nachwuchs, und der kommt in der Regel aus der eigenen Jugendfeuerwehr, die in Finthen 1991 gegründet wurde und 15 Aktive unter der Leitung von Sascha Lehr und seiner Stellvertreterin Sabine Eisner hat. In Finthen trifft sich die Jugendfeuerwehr normalerweise montags von 18 bis 20 Uhr. „Wegen der Corona-Einschränkungen finden keine Treffen mehr statt“, bedauert der Wehrführer. „Eine Öffnung war im Herbst 2020 zwar wieder gestattet worden, ist aber dann auch gleich wieder wegen steigender Coronazahlen untersagt worden.“

Um schon kleinere Jungen und Mädchen spielerisch an die Feuerwehr heranzuführen, haben nicht wenige Wehren eine Kinderfeuerwehr gegründet, in Finthen 2016. Um die derzeit elf Kinder kümmern sich ebenfalls Sascha Lehr und Katharina Gillmann als seine Stellvertreterin. Im Normalfall finden die Treffen alle 3 bis 4 Wochen samstags von 10 bis 12 Uhr statt. Aber auch beider Kinderfeuerwehr gilt Corona-bedingt dasselbe wie bei der Jugendfeuerwehr.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“