Von Aufenthaltsqualität keine Spur: Im oberen Teils des Parkplatzes Am Obstmarkt soll nach dem Willen des Ortsbeirats eine Ruhezone mit Bänken entstehen. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

FINTHEN – Der Parkplatz Am Obstmarkt ist dem Ortsbeirat ein Dorn im Auge. Es mangelt an Sicherheit für Fußgänger, er wird durch Altkleidercontainer, Sperrmüll und Laub verschandelt – und könnte  im oberen Teil dank der Platanen stattdessen eine Ruheoase für die Finther werden. Deshalb hat der Ortsbeirat einstimmig eine Wunschliste an die Verwaltung auf den Weg gebracht. 

Als „Sofortmaßnahme“ fordert das Gremium, dass der Parkplatz zu einer verkehrsberuhigten Zone mit Tempo 20 wird. Außerdem soll die Verwaltung ein Gestaltungskonzept für den Platz ausarbeiten, und dem Ortsbeirat vorstellen. 

Die Geschwindigkeit auf dem Parkplatz auszubremsen, sei vor allem mit Blick auf die Grundschüler und Kindergarten-Kinder nötig, die ihn als Weg zur Schule und Kita nutzen. Sie müssen zwangsläufig die Fahrbahn nutzen, da die Bürgersteige durch die Platanen-Wurzeln aufgeworfen und daher teils unpassierbar geworden sind, erläuterte Astrid Häfner (SPD) den Antrag ihrer Fraktion. Die SPD wollte am liebsten eine Spielstraße mit Schritttempo dort einrichten, doch dem stimmten die übrigen Fraktionen nicht zu. „Eine Spielstraße hat einen völlig anderen Charakter, es soll aber ein Parkplatz für das Bürgerhaus bleiben“, betonte Marco Müller (CDU). Da rechtlich eine Beschilderung mit Tempo 10 nicht möglich ist, einigte sich der Ortsbeirat letztlich auf Tempo 20.

Im zweiten Schritt wünscht sich die Stadtteilvertretung, dass unter den Schatten spendenden Platanen eine Ruhezone mit Parkbänken entsteht, als Treffpunkt für alle Finther, etwa nach Einkäufen, oder auch für Eltern und Kinder. „Es soll eine schöne Oase mitten in Finthen werden“, wünschte sich Häfner. 

Bei diesem Ziel herrschte im Ortsbeirat Einigkeit, allerdings betonten FDP, CDU und Freie Wähler dass dabei möglichst keine Parkplätze wegfallen dürften.  „Wenn Parkplätze wegfallen, haben wir sonst bei Bürgerhaus-Veranstaltungen in den umliegenden Gassen Probleme“, sagte Müller und Uta Schmitt (CDU) ergänzte, dass der Parkplatz schon bisher bei Veranstaltungen „aus allen Nähten geplatzt“ sei. 

„Ganz ohne dass Parkplätze wegfallen, wird es nicht gehen“, schränkte indes Ortsvorsteher Manfred Mahle (SPD) ein. Er setzt darauf, dass die Anwohner, die bislang dort parken, ihre Autos in den Tiefgaragen oder Garagen ihrer Häuser abstellen.

Uta Schmitt mahnte zudem, dass man es nicht den Anwohnern aufbürden dürfe, den Platz nach der Umgestaltung zu reinigen – so wie es bisher im oberen Teil ihre Pflicht ist. „Da müssen wir parallel eine Lösung finden.“

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