Fußgänger haben in der Rheinallee zwischen Hochstraße und Kreisel schlechte Karten. Der Ortsbeirat wünscht sich eine Straßenüberquerung für Fußgänger auf Höhe des Kaufland-Einkaufszentrums – und die Überplanung der Verkehrsflächen nach Sperrung der Hochtangente. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

MOMBACH – Die Tage der Mombacher Hochstraße zum Hartenberg sind gezählt. Sie soll bald gesperrt und später abgerissen werden. Der Ortsbeirat wünscht sich, dass beiden dort anstehenden Planungen auch die Rheinallee zwischen Hochtangente und Mombacher Kreisel zügig überplant wird, um den neuen Verkehrsflüssen für alle Verkehrsteilnehmer gerecht zu werden.

Das Gremium hat dabei nicht zuletzt die Fußgänger im Blick und fordert eine Fußgänger-Querung auf Höhe des Einkaufszentrums Kaufland. Die Rheinallee werde an dieser Stelle häufig unerlaubt von Fußgängern überquert, was sehr gefährlich sei, erläuterte Horst Böcher (SPD) den Antrag seiner Fraktion.

Die Querung könnte auch die ÖPNV-Anbindung zum Einkaufszentrum erleichtern, da die auf der gegenüberliegenden Rheinallee-Seite liegende Bushaltestelle aktuell nur durch weite Umwege erreicht werden kann. Der Ortsbeirat möchte zudem in die Planungen eingebunden werden und mitdiskutieren, betonte Böcher.

Diesem Anliegen unterstützten alle Fraktionen einstimmig. „Jeder, der dort vorbeifährt, sieht auf den ersten Blick, dass es Bedarf gibt, etwas zu machen“, sagte Markus Wetter (Grüne).

Er bezweifele aber, dass die Stadt schnell eine Lösung vorlegen werde. Karin Lieber (CDU) betonte, die Entscheidung zur Sperrung der Hochstraße sei sehr schnellgekommen. „Da erwarten wir nun auch, dass die nächsten Schritte schnell folgen.“ Auch über den zweiten Antrag des Abends, den die FDP vorgelegt hatte, herrschte schnell Einigkeit im Ortsbeirat: Die Verwaltung soll nach dem Willen des Gremiums bei länger dauernden öffentlichen Bauprojekten oder dauerhaften Änderungen an Verkehrswegen, Parkflächen oder Grünanlagen die Anwohner und den Ortsbeirat frühzeitig über Ziel und Dauer der Arbeiten zu informieren.

Michael Ziegler (FDP) nannte als Beispiele den umstrittenen Radweg Kreuzstraße, der sehr plötzlich realisiert wurde, oder die aktuell laufenden Arbeiten an Gasleitungen im Westring. „Es reicht ja häufig schon, ein Plakat mit einer Internetangabe aufzustellen, unter der sich die Informationen finden lassen“, auch Zeitungen und Soziale Medien könnten einbezogen werden, erläuterte er.

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