Störche bei ihrem Privatleben beobachten - ein Webcam macht dies möglich. Foto: Mainzer Netze GmbH

MAINZ – Brütende Störche auf Strommasten – dieses Bild ist in der Region immer häufiger zusehen. Nicht zuletzt, weil sich die Storchenpopulation in den vergangenen Jahren glücklicherweise deutlich erholt hat. Als Netzbetreiber haben die Mainzer Netze GmbH und die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH beides im Blick: die Versorgungssicherheit und den Schutz der Störche.

Es gibt auf den Freileitungsmasten rund um Mainz auch diese Jahr wieder zahlreiche Nestbau-und Brutaktivitäten von Weißstörchen. Vergangenes Jahr wurden 46 Nester in der Netzgruppe gezählt, diese reicht von Ingelheim bis Biebesheim, Schwerpunkt Laubenheim, Bodenheimer Ried, Hessisches Ried. Allein im nördlichen Ried, der Mainspitze und rund um Mainz und Wiesbaden brüten dieses Jahr gut 400 Weißstorchpaare. Es ist eine der am dichtesten besiedelten Storchenregionen in Europa.

Störche genießen bei vielen Menschen eine hohe Aufmerksamkeit: Die Mainzer Netze GmbH hat sich entschieden, 2021 erstmals zwei Storchenpaare per Webcam bei der Brut und der Aufzucht ihrer Jungen über die Schulter zu schauen. Die Webcam wurde installiert auf einem Strommast bei Laubenheim. Die beiden Nester befinden sich an einer relativ unkritischen Stelle im Strommast. Da die Brutzeit normalerweise 30 bis 32 Tage dauert, ist mit Nachwuchs vermutlich zwischen dem 23. und 26. April zu rechnen.

„In der Tat ist das im wahrsten Sinne des Wortes ein gewisses Spannungsfeld“, erläutert Ioannis Kombouris, Fachbereichsleiter Instandhaltung Stromanlagen bei den Mainzer Netzen. „Wir versuchen in diesem Spannungsfeld aber durch kreative Ideen und in guter Zusammenarbeit mit dem NABU, Weißstorchexperten und Behörden sowohl dem Thema Versorgungssicherheit wie auch dem Storchenschutz gerecht zu werden.“

2018 initiierten die Mainzer Netze und die ÜWG aufgrund der zunehmenden Brutaktivitäten und den daraus resultierenden Störungen im Stromnetz einen runden Tisch mit den Naturschutzverbänden, dem Landesvogelwart Rheinland-Pfalz/Hessen und den Naturschutzbehörden.

Reinklicken kann man sich unter www.mainzer-stadtwerke.de/engagement/nachhaltigkeit und über den Stadtwerke-Youtube-Kanal.

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