Von hier aus gesehen ist die Schiersteiner Brücke die nächste Rheinquerung für den motorisierten Verkehr. Die CDU fordert daher eine neue Brücke auf Höhe der Petersaue. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Eine neue, zwischen der Theodor-Heuss-Brücke und der Schiersteiner Brücke auf Höhe der Petersaue gebaute Rheinüberquerung wird seit vielen Jahren diskutiert. Es ist die CDU, die sich vehement dafür einsetzt.

Da jedoch die Union bei der jüngsten Landtagswahl erneut Federn lassen musste, sehen Kritiker der möglichen Brücke das Projekt als so gut wie vom Tisch, zumal dem Projekt zuletzt auch im Städteausschuss wenig Chancen eingeräumt wurden.

Dem widerspricht jedoch Gerd Schreiner, Mitglied des Mainzer Stadtrats. Auch Karsten Lange, stellvertretender Vorsitzender der Mainzer CDU, siehrt das ganz anders. Beide bekräftigen jetzt noch einmal die ihrer Meinung nach dringende Notwendigkeit einer solchen Brücke. In einer gemeinsamen Presseerklärung distanzieren sich beide Politiker von „pittoresken“ und „spannenden Ideen“ wie Fähre und Seilbahn.

Vielmehr liege die Lösung darin, auf der „guten, alten“ Heuss-Brücke jeweils zwei Spuren für den Individualverkehr und den ÖPNV auszuweisen. Das aber nur in Verbindung mit einer neuen Brücke.

Die SPD-Fraktion im Mainzer Stadtrat hat inzwischen erklärt, dass eine zusätzliche Rheinquerung nur als Fußgänger- und Fahrradbrücke denbar wäre. „Eine neue Brücke für Autos würde das Kernproblem des Verkehrs- und Schadstoffproblems nicht nur verlagern, sondern teils sogar noch verschärfen. Nämlich insbesondere in dem bevölkerungsstärksten Stadtteil, der jetzt bereits schon hart am Limit ist, die Mainzer Neustadt“, erläutert Jana Schneiß, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und seit vielen Jahren in der Neustadt wohnend.

Nach Meinung der SPD wäre eine zusätzliche Autobrücke das Ergebnis einer „rückwärtsgewandte Verkehrsideologie“. Es sei ein Trugschluss zu glauben, damit wären die Verkehrsprobleme in Mainz und Wiesbaden auf einen Schlag passé.

Für den Bedarf des Landkreises müsse eine Brückenlösung außerhalb des Stadtgebiets gefunden werden, so die SPD abschließend.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“