Hinter der Finther Stadtteilgrenze wird es für Radfahrer schwierig. Manche Wege enden, andere sich unsicher oder mit weiten Umwegen verbunden. Der Ortsbeirat hat der Stadt nun einige Vorschläge für einen besseren Radwegeplan gemacht. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

FINTHEN – Der Ortsbeirat wünscht sich Radwege, die den Stadtteil besser an die Umgebung anschließen. „An zahlreichen Stellen sind Verbindungen zu anderen Orten gekappt“, erläuterte Astrid Häfner (SPD) den Antrag ihrer Fraktion. So sei es nicht möglich, durch den Lennebergwald von Finthen nach Gonsenheim zu fahren. Auch der Weg von Gonsenheim durch die Felder zum Katzenberg ende an einem Trampelpfad. 

Im Antrag, den der Ortsbeirat bei einer Enthaltung unterstützte, werden zehn Problemstellen genannt, die eine schnelle und sichere Verbindung von und nach Finthen unmöglich machen, oder aber Radfahrer zu Umwegen oder auf viel befahrene Straßen zwingen. 

Zudem sollten Radwege so beschaffen sein, dass sie auch nach einem Starkregen zu benutzen sind, betonte Häfner. „Radwege mit gebundener Deckschicht stellen keine Versiegelung dar.“ Und Radwege mit Splitt, Schotter, Sand oder Brechgut aus Abrissobjekten  keine ökologisch begründbare Alternative. 

Ortsvorsteher Manfred Mahle (SPD) ergänzte, dass Vorschläge für einen Finther Radwegeplan bis Mai eingereicht werden müssten, um bei den Fördergeldern des Landes für Radinfrastruktur berücksichtigt werden zu können. 

In einer engagierten Diskussion gab es aus den Reihen der übrigen Fraktionen weitere Ideen für eine bessere und sicherere Radanbindung Finthens. „Ein Radweg an der Kurzmainzstraße ist sehr gefährlich, ich würde nie mit meinem Kind über Hauptstraßen fahren“, sagte Claus Berndroth (Freie Wähler). Uta Schmitt (CDU) forderte, die Landwirte mit einzubeziehen, da Radwege ihre Wirtschaftswege und Ackerflächen betreffen.

Immer mehr Pendler aus dem Umland stellen ihr Auto in Finthen ab und steigen dort in den ÖPNV um. Folge: In vielen Straßenzügen steigt der Parkdruck. Daher wünscht sich der Ortsbeirat einen P+R-Parkplatz auf dem Layenhof – kombiniert mit einer engeren Taktung der Busse dorthin. Nur wenn die ÖPNV-Anbindung gut sei, werde das P+R-Angebot genutzt, waren sich alle Mitglieder einig. 

In der Kronenstraße sollen nach dem Willen des Ortsbeirats Parkmarkierungen angebracht werden. Dies soll verhindern, dass  Grundstückzufahrten blockiert werden und Rechtsklarheit schaffen, wo Parken erlaubt sei. Der Parkdruck in der Straße sei durch eine Nachverdichtung ohne ausreichend viele Stellplätze zuletzt  verschärft worden, berichtete Mahle.

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