In den vergangenen Jahren sind viele der historischen und erhaltenswerten Grabdenkmäler auf dem Finther Friedhof verschwunden. Der Ortsbeirat will nun, dass die verbliebenen typischen Grabsteine auf einer Friedhofs-Freifläche bewahrt und gesammelt werden. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

FINTHEN – Der seit 1909 bestehende Ortsfriedhof soll nach dem Willen des Ortsbeirats einen Bereich bekommen, auf dem typische und bedeutsame alte Grabsteine erhalten werden können. 

In den vergangenen Jahren seien viele der Grabsteine vernichtet worden, kritisierte Uta Schmitt (CDU) in der jüngsten Sitzung. Mit den für das vergangene Jahrhundert typischen Grabsteinen verschwinde ein Stück Finther Geschichte. Daher sei es wichtig, auf einer Freifläche des Friedhofs Platz zu schaffen, um die verbliebenen Grabsteine für die Nachwelt zu erhalten. Diesem Antrag der Christdemokraten stimmte das Gremium einstimmig zu. 

Einig war sich der Ortsbeirat auch darüber, dass in der „Pfarrer-Hainz-Anlage“ bis Frühjahr 2022 Outdoor-Fitnessgeräte aufgestellt werden sollen, um einen generationsübergreifenden Bewegungpark aufzubauen. Konkret wünscht sich das Gremium sechs Fitnessgeräte für Erwachsene. 

Claus Berndroth (Freie Wähler) forderte, der Bewegungspark solle an den Rand der Anlage verlegt werden. „Die Rasenfläche muss für Kinder frei bleiben, die Fußball spielen wollen.“ Ortsvorsteher Manfred Mahle (SPD) kündigte an, dass in Kürze auf dem Platz wieder eine Tischtennisplatte installiert wird.

Geht es nach dem Ortsbeirat, soll die Stadt auch den kleinen Spielplatz zwischen Ludwig-Schwamb-Straße und Uhlerbornstraße wieder zum Leben erwecken. Die Spielgeräte waren vor Jahren demontiert worden, weil es keine Kinder mehr in dem Viertel gab. Inzwischen habe sich im Quartier ein Generationswechsel vollzogen, und es seien einige Familien zugezogen, berichtete Marco Müller (CDU).  Die Stadt solle zudem prüfen, ob dort auch Erwachsenen-Gymnastikgeräte installiert werden können.

Die Stützmauer am Radweg entlang der Landesstraße 419 ab Kreuzung Katzenberg soll für legale Graffiti freigegeben werden, informierte Uta Schmitt (CDU) über einen Beschluss des Kulturausschusses. Geplant sei, etablierte Sprayer mit der Gestaltung der Fläche zu beauftragen. Der Ortsbeirat fordert, in die Entwurfsplanung mit einbezogen zu werden und wünscht sich, dass für Finthen typische Motive einbezogen werden. „Das ist Kunst, ich muss keine Finther Folklorewand haben“, sprach sich Anja Reichow-Hansen (Grüne) jedoch dagegen aus, den Künstlern zu viele Vorgaben zu machen. 

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