Auf ihr 150-jähriges Bestehen blickt die Finther Feuerwehr - hier bei einer Übung im November 2019 - zurück. Pandemiebedingt müssen die Feierlichkeiten aber abgesagt werden. Archivfoto: Ralph Keim

FINTHEN – Die Geschichte der Brandbekämpfung reicht auch in Finthen lange zurück. Doch ein Jahr sticht heraus: 1871. Wie die Freiwillige Feuerwehr auf ihrer Homepage schreibt, ist eine Verordnung überliefert, die von 1812 datiert. Es war jedoch der Tünchermeister Peter Binnefeld, der die Initiative ergriff, worauf im Januar 1871 die Freiwillige Feuerwehr Finthen gegründet wurde. Den 15 Männern stand als Kommandant Jakob Müller vor.

2019 konnte die Finther noch ihr Oktoberfest feiern, verbunden mit einer Übung. Archivfoto: Ralph Keim

150 Jahre ist das jetzt her. Daher könnte die Freiwillige Feuerwehr in diesem Jahr groß ein Jubiläum feiern. Doch die Feierlichkeiten müssen Corona-bedingt abgesagt werden, wie die Wehr jetzt mitgeteilt hat. „Geplant waren verschiedene Events an insgesamt fünf Festtagen, umrahmt durch mehrere Workshops mit den örtlichen Kindergärten und Schulen“, heißt es in dem Schreiben. 

Die Pandemie habe den Festvorbereitungen ein jähes Ende bereitet. „Hatte man anfangs noch die Hoffnung, das Fest eventuell im kommenden Jahr zu veranstalten, mussten wir nun leider aufgrund vieler anstehender Probleme hinsichtlich der Durchführung die Reißleine ziehen.“

Aber auf alle Fälle lohnt sich ein Blick in die Geschichte der Wehr, die mit zahlreichen historischen Dokumenten bereichert ist und die einen aufschlussreichen Einblick in die wechselvollen Jahrzehnte gibt.

Auf der Homepage ist auch der Song „Die Blaulicht-Rasselbande“ verlinkt, den der aus der Fastnacht bestens bekannte Oliver Mager mit und für Jugendfeuerwehr-Aktive in ganz Mainz aufgenommen hat.

Weitere Infos unter www.feuerwehr-finthen.de.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“