Wo früher Autos parken durften, markieren Fahrrad-Symbole, dass die Spur jetzt den Radlern gehört. Foto: Ralph Keim

MOMBACH – Wo früher Autos parken durften, ist jetzt eine Radspur ausgewiesen. Damit fallen in der Oberen Kreuzstraße rund 50 Parkplätze weg. Die Stadt hat die Maßnahme kurzfristig umgesetzt und die Mombacher Ortsverwaltung wohl ebenfalls erst kurzfristig informiert. Ortsvorsteher Christian Kanka (SPD) ist davon nicht begeistert, wie er es in einem Brief an Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) deutlich zum Ausdruck bringt.

Dabei stellt der Ortsvorsteher nicht die Maßnahme selbst infrage, sondern die Art der Kommunikation zwischen Stadtverwaltung und Ortsverwaltung. Kanka verweist in seinem Schreiben auf die seit vielen Jahren geltende Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung einerseits und den Ortsvorstehern und Ortsvorsteherinnen andererseits. Diese Vereinbarung sollte auch OB Ebling bekannt sein, schließlich sei er selbst einmal Ortsvorsteher von Mombach gewesen. Kanka sei erst eine Woche vor der Umsetzung der Maßnahme telefonisch informiert worden, so der Ortsvorsteher in dem Schreiben weiter.

Dort noch parkenden Autos seien kurzfristig Infozettel an die Scheibenwischer geklemmt worden – laut Kanka ein Unding. Insgesamt, so der Ortsvorsteher weiter, sei die Maßnahme „plötzlich und hektisch“ umgesetzt worden, was er nicht verstehen könne. Hinzu komme, dass der öffentliche Parkplatz an der Oberen Kreuzstraße noch immer nicht instandgesetzt sei, was Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) im Dezember angekündigt und versprochen habe.

Mit der Ausweisung einer Radspur hat die Stadt auf das veränderte Mobilitätsverhalten reagiert: Immer mehr Bürger würden auf das Fahrrad umsatteln. Daher das Ausweisen einer separaten Spur auf dieser vielbefahrenen Straße.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“