Freuen sich über die Nachbildung des Grenzkreuzes: Ortsvorsteher Christian Kanka (Hintergrund) und Quartiermanagerin Stefanie Lehrmann sowie (von links) Günther Lentz, Dieter Müller und Rudi Haas von der Soldatenkameradschaft. Foto: Ralph Keim

MOMBACH – Wie die Welt und besonders Mombach um 1450 aussah, kann man sich nur ungefähr vorstellen. Wer damals unterwegs war, beispielsweise vom kleinen Dorf Mombach in die Stadt Mainz, kam vielleicht an einem Grenzkreuz vorbei. Einen christlichen Hintergrund hatte dieses Kreuz freilich nicht. Wie der Name es ausdrückt, markierte es den Verlauf von Flurstücks- oder Grundstücksgrenzen.

Um 1450 herum wurde im Bereich der heutigen Zwerchallee 1 -3 ein solches aus Sandstein gefertigtes Grenzkreuz errichtet, das immerhin ein halbes Jahrtausend, nämlich bis 1956 auf seinem angestammten Platz stand. Danach wurde es entfernt und kam es ins Landesmuseum Mainz. Doch auf Initiative und mit der großzügigen finanziellen Unterstützung der 1873 gegründeten Soldatenkameradschaft Mombach wurde eine Nachbildung hergestellt, die ihren neuen Standort allerdings auf dem neugestalteten De-La-Roche-Platz gefunden hat.

Dort wurde die rund 1500 Euro teure, originalgetreue Nachbildung des Grenzkreuzes, auf dem das achtspeichige Mainzer Doppelrad deutlich zu erkennen ist, jetzt von Mitgliedern der Soldatenkameradschaft im Beisein von Ortsvorsteher Christian Kanka und Quartiermanagerin Stefanie Lehrmann offiziell seiner Bestimmung übergeben. Corona-bedingt im kleinen Rahmen, ohne große Feier. Ein kleines Hinweisschild gibt Informationen zu dem Grenzkreuz.

Ortsvorsteher Kanka und Quartiermanagerin Lehrmann zeigten sich begeistert von dem Engagement der Soldatenkameradschaft: Das Grenzkreuz füge sich hervorragend in das schmucke Gesamtbild der De-La-Roche-Anlage ein.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“