Uwe Abel, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Volksbank. Archivfoto: Ralph Keim

MAINZ – Die Mainzer Volksbank (MVB) blickt auf ein insbesondere durch Corona geprägtes Jahr zurück. Eine flexible Strategie und ein bedachtes Krisenmanagement haben die Auswirkungen der Pandemie bislang gut abgefedert. 

Uwe Abel, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Volksbank, bezeichnet das Ergebnis für die größte rheinland-pfälzische Volksbank als „nicht selbstverständlich und besser, als es jede Prognose noch zu Beginn des Jahres hätte vermuten lassen“.

2020 erreichte die MVB ein Betriebsergebnis nach Bewertung von 50,1 Mio. Euro, was unter den Voraussetzungen dieses besonderen Jahres positiv bewertet wird. „Die Pandemie kam unvorhergesehen und hat von heute auf morgen alle bestehenden Planungen in Frage gestellt“, beschreibt Uwe Abel die Bedingungen. „Nach nun mehr über sechs Jahren Negativzinsphase kam 2020 auch die weltweite Pandemie als Stressszenario für die Finanzbranche dazu. Mit unserem Ergebnis haben wir bewiesen, dass wir auch damit gut umgehen können“, so Abel weiter.

Bei der Bilanzsumme überschreitet die MVB mit einem Plus von 10,1 Prozent erstmals die 7-Milliarden-Grenze und behauptet mit 7.402 Mio. Euro ihren Platz als größte Volksbank in Rheinland-Pfalz. Die Forderungen an Kunden konnten um 5,9 Prozent auf 5.608 Mio. Euro ausgebaut werden. 

Mit 9,2 Prozent wuchsen auch die bilanzwirksamen Kundeneinlagen. Mit insgesamt 8.206 Mio. Euro betreutem Kundenvolumen vertrauten 2020 35 die Kundinnen und Kunden der MVB mehr Gelder an als je zuvor. „Ein Treiber dieser Entwicklung ist sicherlich auch die Pandemie mit den entsprechenden Auswirkungen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Uwe Abel.

Das Zinsergebnis reduzierte sich marktbedingt um 6,2 Prozent auf 104,1 Mio. Euro. Der Reingewinn vor Steuern lag bei 50,1 Mio. Euro (Vorjahr 53,6 Mio. Euro). Wie auch 2019 ist es der MVB möglich, der Vertreterversammlung eine Stärkung der Ergebnisrücklagen um 8,5 Mio. Euro vorzuschlagen. Insgesamt soll das Eigenkapital – die positive Entscheidung der Vertreterversammlung im Juni 2021 vorausgesetzt – auf 667 Mio. Euro erhöht werden. Das würde einer Eigenkapitalquote von 15,8 Prozent entsprechen. 

Der Jahresüberschuss liegt mit 10,3 Mio. Euro identisch zum Vorjahreswert. Für das Geschäftsjahr 2019 hatten Vorstand und Aufsichtsrat zunächst die Zahlung einer Dividende von ebenfalls 2,25 % vorgeschlagen. Vor dem Hintergrund der nachdrücklichen Empfehlungen der europäischen und nationalen Bankenaufsicht, auf Ausschüttungen bis zum 1. Januar 2021 zu verzichten, wurde der Betrag für die ursprünglich geplante Dividende auf neue Rechnung in das Geschäftsjahr 2020 vorgetragen. „Unser Ergebnis war 2019 wie auch 2020 dividendenfähig. Das Ausschütten einer Dividende ist auch ein Zeichen an unsere Mitglieder und den regionalen Mittelstand,“ so Uwe Abel. Vorgeschlagen wird, die angekündigte Dividende aus 2019 wirtschaftlich nachzuholen. Dies entspricht einer Gesamtdividende von 4,50 %.

Neben den ohnehin seit Jahren steigenden Zahlen beim Online-Banking und Mobile-Banking per App zeigen Lockdown und Pandemiebeschränkungen einen zunehmend hybriden Kunden. Beispiel kontaktloses Bezahlen: Im Vergleich zu 2019 stiegen die kontaktlosen Einsätze pro Karte im Durchschnitt um 72 Prozent, die kontaktlosen Umsätze im Schnitt um 97,7 Prozent.

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