Immerhin liegen diese Dosen nicht irgendwo am Straßenrand, sondern stehen auf den neu installierten Mülleimern. Monika Schmitz und ihrer Tochter Clara liegt viel daran, dass die Mombacher Straßen und Plätze sauber bleiben. Das freut auch Ortsvorsteher Christian Kanka. Foto: Ralph Keim

MOMBACH – Hier eine Zigarettenkippe, dort ein leere Plastikflasche. Hier eine zerknüllte Zigarettenschachtel, dort achtlos weggeworfene Flyer. Und auf dem Boden liegende, ausgediente Corona-Masken. Die hat es im Straßenbild bis vor einem Jahr nicht gegeben.

Dass so manche Zeitgenossen ihren Müll und Unrat, den sie auf der Straße mit sich führen, achtlos wegwerfen, gehört leider zur Tagesordnung – auch in Mombach. Dort kam hinzu, dass es eine lange Zeit entlang der Hauptstraße zwischen Eintracht-Halle und Dietzeplatz keine Mülleimer gab. Das Ergebnis: Müll, Müll und nochmals Müll.

Das war auch der sechsjährigen Clara ein Dorn im Auge. „Mama, da müssen wir was tun“, trat sie an ihre Mutter Monika Schmitz heran, die sich auch als Zweite Vorsitzende von „Mombach hilft“ engagiert. Gesagt, getan: Kürzlich knöpften sich Mutter und Tochter die Hauptstraße vor und befreiten sie von achtlos weggeworfenem Müll. Und das nicht alleine: Sieben weitere Mombacher und Mombacherinnen schlossen sich ihnen an.

„Das sah zum Teil schlimm aus“, berichtete Monika Schmitz, die sich aber auch darüber freute, dass es während der Aktion zahlreiche spontane Zustimmungssigna<le von Fußgängern und Autofahrern gab. „Fünf Müllsäcke voller Abfall haben wir eingesammelt“, ergänzte Clara stolz.

Zumindest das mit den fehlenden Mülleimern ist jetzt aber geklärt. Auf dem genannten Abschnitt der Hauptstraße ließ die Stadt sechs Mülleimer installieren. „Ein weiterer Mülleimer steht an der Ortsverwaltung“, erläutert Ortsvorsteher Christian Kanka. „Bis es soweit war, hat es allerdings eine Weile gedauert.“ Denn immerhin habe er seit dem vergangenen Oktober mit der Stadt dazu in Kontakt gestanden. „Was jetzt noch fehlt, sind Aschenbecher.“

Selbstverständlich zollte der Ortsvorsteher den Alltagshelden um Monika Schmitz ausdrücklich seinen Dank und seine Anerkennung. „Wir wollten damit auch ein Zeichen für andere setzen, dass es keinen großen Aufwand bedarf, mal zu Besen und Schippe zu greifen“, so die Zweite Vorsitzende von „Mombach hilft“. Und sie versichert: Dies soll nicht die einzige und letzte Aktion dieser Art gewesen sein.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“