Nachdem die November-Sitzung des Gonsenheimer Ortsbeirats coronabedingt abgesagt werden musste, traf sich das Gremium jetzt erstmals zu einer Online-Sitzung. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

GONSENHEIM – Der Ortsbeirat will eine Veränderungssperre und eine Bauleitplanung für den Bereich zwischen den Straßen Am Sportfeld, Breite Straße, Kirchstraße und Kapellenstraße durchsetzen. Einstimmig unterstützten in der Videositzung alle Fraktionen einen gemeinsamen Dringlichkeitsantrag.

„Eine Bauleitplanung ist unbedingt nötig, damit die Wohnquartiere ihr Gesicht behalten“, betonte Ortsvorsteherin Sabine Flegel (CDU). Anlass für die Eile sei ein geplantes Bauprojekt in diesem Bereich, das durch die Veränderungssperre unterbunden werden soll. Das bestehende Einfügungsverbot ist laut Flegel gerichtlich so ausgehöhlt worden, dass ein Bebauungsplan notwendig ist, um den Charakter bestehender Wohnviertel in Mainz zu erhalten.

Einig waren sich die Fraktionen auch beim Ziel, die Dächer städtischer Gebäude in Gonsenheim zu begrünen. Konkret nennt die CDU in ihrem Antrag die Kitas am Willy-Brandt-Platz und Am Sportfeld. Diane Cremille (Grüne) berichtete, dass die Stadt an einer Grünsatzung arbeite, die die Begrünung von Neubauten vorsehe.

Die Entscheidung über die Zukunft der Martinusschule ist noch offen. Nach Angaben von Sozialdezernent Eckart Lensch laufen Gespräche mit dem Bistum, es sei aber noch offen wie die Trägerschaft der bisher kirchlichen Grundschule künftig aussehe. Aktuell besuchen laut Lensch 191 Kinder die Martinusschule, darunter zahlreiche Kinder aus anderen Stadtteilen. Sollte die Stadt die Trägerschaf übernehmen, dürfen nur noch Gonsenheimer Kinder die Schule besuchen, da städtische Schulen an Grundschulbezirke gebunden sind.

Nach längerer Diskussion setzte sich mit sechs Ja-Stimmen ein FDP-Antrag durch, für Räder und E-Scooter Sammelparkplätze mit Benutzungszwang an der Breiten Straße einzurichten. An Zäunen befestigte Räder und herumliegende E-Scooter schränken laut Wolfgang Oepen (FDP) in der Geschäftsstraße den Raum für Fußgänger zu stark ein – zumal es in Coronazeiten vor vielen Läden Warteschlangen gebe.

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