Die Nutzung des Mainz Riders wünscht sich der Hechtsheimer Ortsbeirat testweise für die Frankenhöhe. Foto: Mainzer Mobilität

HECHTSHEIM – Die bessere Anbindung der Frankenhöhe an den Hechtsheimer Ortskern ist ein Thema, das den Ortsbeirat bereits seit Jahrzehnten beschäftigt. Besonders die Bewohner des Seniorenzentrums auf der Frankenhöhe haben große Schwierigkeiten, den Ortskern zu erreichen, da es auf dieser Strecke keinen ÖPNV gibt. Für Abhilfe könnte nun der neue Mainz Rider der Mainzer Mobilität sorgen, der nach einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen testweise tagsüber zu den Ladenöffnungszeiten zwischen der Frankenhöhe und dem Ortskern zum Einsatz kommen soll. Dieser Antrag war das Topthema der ersten Online-Sitzung des Ortsbeirates, zu der Ortsvorsteherin Tatiana Herda Munoz (SPD) die Ortsbeiratsmitglieder per Videokonferenz begrüßte. Die Zuschauerinnen und Zuschauer hatten die Möglichkeit, die Sitzung von zu Hause aus per Livestream zu verfolgen. Das klappte prima, größere technische Probleme gab es bei dieser Premiere nicht.

„Das Thema Verkehrsanbindung der Frankenhöhe begleitet uns schon sehr lange“, betonte die stellvertretende Ortsvorsteherin Birgit Zehe-Clauß (FDP). Der Standardbus könne auf dieser Strecke wegen der Enge der Straßen schlecht fahren. Zudem sei die Strecke laut MVG nicht rentabel. Nach einem Test mit einem kleinen Stadtbus könnte dort nun der neue Mainz Rider zum Einsatz kommen. Das System des Mainz Riders besteht aus umweltfreundlichen Vans, die emissionsfrei per Elektroantrieb fahren und per App gebucht werden können (wir berichteten). Zwei dieser insgesamt zehn Fahrzeuge sind barrierefrei und würden sich damit auch für die Wohnheimbewohner eignen. „Wir könnten das wunderbar für Hechtsheim nutzen, das könnte eine Lücke schließen“, sagte Zehe-Clauß. Bei einem Testeinsatz tagsüber auf der Frankenhöhe wäre der Mainz Rider für den anschließenden Nachtverkehr in den anderen Stadtteilen wieder frei verfügbar. Eventuell könnte er auch für Impftermine genutzt werden.

Markus Steffen (CDU) schlug vor, den gemeinsamen Antrag so zu ergänzen, dass der Mainz Rider auch bis zum neuen Bürgerhaus zu nutzen ist. „Komisch ist, dass er tagsüber bisher nur in Finthen im Einsatz ist“, bemerkte Steffen. „Ich weiß nicht, was das Bergdorf so besonders macht.“ Der gemeinsame Antrag wurde einstimmig auf den Weg gebracht.

Neu im Ortsbeirat begrüßte Ortsvorsteherin Tatiana Munoz Rückkehrer Rupert Röder (Grüne). Der Verkehrspolitiker ist als Stadtrat nachgerückt.

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.