Tina Pfaffmann, Cathrin Tronser und Florian Eckert präsentierten die Weine. Screenshot: Ralph Keim

MAINZ – Die Meenzer Fastnachter können tatsächlich online: Nach dem Gonsenheimer Carneval-Verein, der bereits im November eine Online-Show vom Feinsten präsentierte, bewies jetzt die Garde der Prinzessin (GdP), dass man auch in den trüben Zeiten von Corona fröhlich sein kann. Auf Abstand eben und auf digitalen Wegen. Die Online-Weinprobe der GdP war einfach nur klasse.

GdP-Sitzungspräsidentin Cathrin Tronser in ungewohnter Rolle. Screenshot: Ralph Keim

Die vorproduzierten Clips moderierte GdP-Sitzungspräsidentin Cathrin Tronser aus dem LuLu in der Mainzer Innenstadt. Dazu gab es sechs Weine aus Rheinhessen und der Pfalz zum Verkosten auf dem heimischen Sofa. Das entsprechende Weinpaket hatte die GdP im Vorfeld angeboten, und die närrischen Weinnasen machten davon reichlich Gebrauch. Es enthielt neben den Weinen auch einige närrische Guddies, die das Wohnzimmer in eine kleine Narhalla verwandelten.

Punkt 19.11 Uhr ging es mit Marschmusik zur Einstimmung los. Über Youtube wurde die Online-Weinprobe ausgestrahlt. 270 bis 280 Livezuschauer sollten es in den kommenden zwei Stunden sein. Gute Stimmung herrschte von Anfang an auch im Chatroom: Aus allen Mainzer Stadtteilen trafen Grüße ein, auch von außerhalb. Ein Helau kam sogar aus Brandenburg, wo an diesem Abend 13 Zentimeter Schnee lagen.

„Die Rheinschiffer“ sorgten für musikalische Stimmung. Screenshot: Ralph Keim

Der erste Song, „Kleinod unsrer Stadt – die Garde der Prinzessin, die jeder gerne hat“, zeigte: auch Ton- und Bildqualität sind bestens. Nach der Neujahrsansprache von GdP-Präsident Etienne Emard, das aus einem kurz und knackigen Helau bestand, meldete sich erstmals Cathrin Tronser. Normalerweise würde sie im Kurfürstlichen Schloss die Sitzungsgäste begrüßen. Diesmal ist jedoch alles anders, also ließ die GdP sich begrüßen: Der Einspieler zeigte zum Beispiel Adi Guckelsberger, der sich eine närrische Ehrerbietung nicht nehmen ließ.

Dann ein Video vom GdP-Ordensfest, das dieses Jahr als Drive-In auf dem Messegelände über die Bühne ging. Dann endlich zur Weinprobe, ausgestrahlt aus dem Ebersheimer Weingut Eckert, wo Winzer Florian Eckert und seine Pfälzer Kollegin Tina Pfaffmann Cathrin Tronser zur Seite standen. Tina Pfaffmann leistete sich mit dem Begriff „Fasching“ zwar gleich einen Fauxpas. Es sollte aber der einzige an diesem Abend bleiben.

Die GdP hatte sich einiges für die kurzweilige Online-Weinprobe einfallen lassen. Screenshot: Ralph Keim

Und weiter ging es mit den närrischen Clips: Im Weinstudio referierte Professor Trinkmann über Schädelsprenger-Trinker und sonstige Weinnasen, der Werbeblock präsentierte den Gardisten in Grün, der in keinem Haushalt fehlen darf. Auch musikalisch hatte die Weinprobe einiges zu bieten, beispielsweise mit „Die Rheinschiffer“. Ein Highlight war die telefonische Schalte zu Fastnachtslegende Margit Sponheimer, selbst GdP-Gardistin. Sie habe erstmals mit 15 Jahren beider GdP gesungen und sei damit beim MCV positiv aufgefallen, erzählt sie. Ihr zu Ehrenpräsentierte die GdP ein sehens- und hörenswertes Video zum Sponheimer-Klassiker „Wähle 06131!“

Und weiter ging es mit viel Musik, Witz und Wein durch den Abend. Mit dabei bei den „Helaubotschaften“ waren unter anderem Bernhard „Der Deutsche Michel“ Knab und Stimmungssänger Dieter Meisenzahl. Und zum Finale der rundum gelungenen Online-Weinprobe gaben „Die Rheinschiffer“ einen weiteren Klassiker zum Besten: „Meenz bleibt Meenz“ könnte man in diesen Zeiten um den Satz ergänzen „… und wenn Corona uns alle nervt.“

Das Video der Online-Weinprobe der Garde der Prinzessin ist auch weiterhin auf Youtube zu finden.

Teilen
Vorheriger ArtikelFrisch gebackene Bankkauffrau
Nächster ArtikelTäglich 11111 Schritte absolviert
Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“