Fastnacht im Corona-Jahr: Dieses Jahr ist alles anders. Foto: SWR

MAINZ – Mit Abstand lässt es sich schlecht schunkeln und trotzdem kann Fastnacht nicht einfach ausfallen. Der Rosenmontag steht im Kalender wie Weihnachten. Außerdem ist der Narr doch gerade in harten Zeiten gefordert!? Doch wie gelingt es den Närrinnen und Narren im Südwesten, Spott und Frohsinn zu verbreiten, ohne sich als Pandemietreiber selbst verspotten lassen zu müssen?

Das SWR Fernsehen zeigt in seiner Doku „Die Fastnachtsretter“ am 10. Februar um 20.15 Uhr, wie die Fastnachts-Vereine sich der ungewohnten Herausforderung stellen.

Thomas Becker vom Gonsenheimer Carneval-Verein verlegt die Kampagne ins Netz: Mit großem technischen Aufwand und der Hilfe von weiteren Fastnachtsverrückten aus seinem Verein stellt er die „Närrischen Kammerspiele“ auf die Beine, eine „Streamung“ im Internet. Über einen kostenpflichtigen Link erhalten die Zuschauer Zugang zu dem Programm, bei dem auch namhafte Mainzer Fastnachter dabei sind. Bei der ersten „Streamung“ haben immerhin 1.100 Fans zugeschaut.

Der MCV baut drei Wagen, oder besser gesagt Monumente, die eigentlich in der Stadt aufgestellt werden sollten. Eigentlich. Dieter Wenger, der seit fast 60 Jahren die Wagen für den Rosenmontagszug baut, wird in dieser außergewöhnlichen Kampagne voller Ungewissheiten begleitet.

Die Mutter aller Fernsehsitzungen, „Mainz bleibt Mainz“, soll auch in diesem Jahr stattfinden –natürlich ohne Publikum und auch sonst ganz anders. Das zähe Ringen um Konzepte und Hygienepläne verdirbt den Machern trotzdem nicht den Spaß an der Freud: Sie bleiben dran, denn schließlich geht es um nicht weniger als um die Rettung der Fastnacht.

Nach Ausstrahlung ist der Film 12 Monate lang abrufbar unter ARDmediathek.de.

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