Hansjörg Langenbach ist der Sprecher der MCV-Zugleitung. Foto: MCV

MAINZ – Corona sorgt unter anderem dafür, dass es auch den Rosenmontagszug in der bekannten Form nicht geben wird. Darüber sprachen wir mit Hansjörg Langenbach, seit November 2019 Sprecher der MCV-Zugleitung und in dieser Funktion verantwortlich für die Fastnachtsumzüge des MCV, dazu zählt natürlich in erster Linie der Rosenmontagszug, aber auch der Neujahrsumzug, die Parade der Garden und die Kappenfahrt.

Herr Langenbach, wie sehr hat Sie die Absage des Rosenmontagszugs getroffen?

HANSJÖRG LANGENBACH: Jedem Fastnachter blutet das Herz, bei solch einer Entscheidung, aber es war ja ehrlicherweise zu erwarten und ich habe volles Verständnis für die Absage. Die Coronalage lässt hier nun mal keinen Spielraum.

Was macht der Sprecher der MCV-Zugleitung in der unfreiwillig gewonnenen freien Zeit?

HANSJÖRG LANGENBACH: Über Langeweile kann ich nicht klagen, denn wir wollen ja auf alle Fälle, dass Fastnacht und der MCV in Mainz während der Kampagne und insbesondere während der närrischen Tage auf der Straße sichtbar sind. Fastnacht ist für uns und für viele Närrinnen und Narrhalesen ein Hoffnungsträger wie auch das Interesse am MCV-Zugplakettchen zeigt.

Was ist am Rosenmontag 2021 geplant?

HANSJÖRG LANGENBACH: Wir vom MCV aus mehrere Motivwagen in Mainz aufstellen. Wie die genau aussehen, werden wir erst kurz vor Fastnacht enthüllen. Unsere Motivwagen sind ja als rollende Satire in der Mainzer Fastnacht bekannt. Auch wenn sie dieses Jahr nicht rollen, sondern von Donnerstag bis Dienstag fest in der Stadt stehen, werden sie unser närrisches Brauchtum und unsere Tradition hochhalten. Wir wollen damit den Mainzern Mut machen, ihnen Hoffnung geben und ein Lächeln unter dem Mund- und Nasenschutz hervorzaubern.

Können Sie sich vorstellen, den Rosenmontagszug 2021 vielleicht im Spätsommer nachzuholen?

HANSJÖRG LANGENBACH: Das ist für uns kein Thema, denn Rosenmontag ist nur einmal im Jahr. Wenn Sie auf das Jahr 2016 anspielen, so war das damals eine andere Ausgangssituation. Denn wir haben 2016 nicht den Rosenmontagszug nachgeholt, sondern im Rahmen des 200-jährigen Rheinhessen-Jubiläums einen Jubiläumsumzug organisiert. 

Wie viele Stunden haben Sie wöchentlich in den Jahren vor Corona in den Rosenmontagszug investiert?

HANSJÖRG LANGENBACH:  Man kann fast sagen, dass das von November bis März ein Vollzeitjob ist.

Welcher Rosenmontagszug hat Sie als Sprecher der MCV-Zugleitung am meisten beeindruckt und warum?

HANSJÖRG LANGENBACH:  Natürlich 2020, denn da war ich der Verantwortliche für die gesamte Straßenfastnacht.

In welchem Jahr haben Sie eigentlich erstmals einen Rosenmontagszug besucht?

HANSJÖRG LANGENBACH: Wenn ich alte Bilder sehe, dann war ich im zarten Alter von drei Jahren, also 1957, das erste Mal am Rosenmontag dabei.

Was wünschen Sie sich für den Rosenmontagszug 2022, der am 28. Februar ansteht? 

HANSJÖRG LANGENBACH:  Viele gut gelaunte Teilnehmer, sehr viele gesunde Zuschauer, die allenfalls mit dem Narrenvirus infiziert sind – und natürlich super Wetter.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“