Regionale Produkte aus dem digitalen Dorfladen - das könnte über die VOG Ingelheim realisiert werden. Foto: Dr. Peter Otte

INGELHEIM – Es klingt wie eine Zukunftsvision, doch die könnte bald Realität werden – das Einkaufen im hybriden Dorfladen. Das Konzept dafür und die Möglichkeiten einer konkreten Umsetzung wurden Ende vergangenen Jahres bei einem Treffen zwischen dem Geschäftsführer und Vertriebsleiter der VOG Ingelheim, Steffen Lang und Jürgen Hattemer, dem Physiker Dr. Peter-Bernd Otte und dem hiesigen Landtagsabgeordneten Thomas Barth (CDU) besprochen.

Dies wäre eine weitere Variante zu den bereits bestehenden Dorfläden, die die VOG mit Kleinverkaufsstellen in Ingelheim, Büdesheim, Bingen und neuerdings auch in Gau-Algesheim unterhält und in denen Bürgerinnen und Bürgern ein breites Sortiment an heimischen Produkten zu fairen Preisen angeboten wird.

„Ich halte die vom VOG praktizierte Philosophie der regionalen Vermarktung heimischer Erzeugnisse für eine großartige Sache“, so Thomas Barth. „Einheimische Erzeuger können ihre Produkte direkt ohne Zwischenhändler verkaufen, sodass der Preisdruck durch die großen Lebensmittel-Supermärkte entfällt. Weitere Vorteile: Der Kunde erhält Produkte von hoher Qualität nach deutschen bzw. europäischen Gesetzen und Kontrollen, die Lieferwege der Waren sind kurz, die Produkte dementsprechend frisch.“ 

Die VOG zeigt sich aufgeschlossen: „Die Überlegungen, den Einkauf vor Ort auch in automatisierter Form zu ermöglichen, sind für uns neu, aber vielversprechend“, sagt Jürgen Hattemer. Allerdings müsse man dafür noch nach geeigneten Räumlichkeiten suchen. Der Idealfall wäre ein hybrider Dorfladen, der tagsüber mit Verkäufern besetzt ist und nach den offiziellen Öffnungszeiten für den digitalen Einkauf genutzt werden kann.

Wie funktionieren soll, erklärt der Initiator der Idee, Dr. Peter-Bernd Otte: „Alle Waren liegen möglichst ohne Verpackung liegen auf Waagen, die an ein Computersystem angeschlossen sind, das automatisch den Überblick über Verkäufe und Warenbestand behält.“ 

Das Einkaufen erfolgt über eine Kundenkarte oder über eine Handy-App, mit denen der Kunde die Ladentüre öffnet. Danach nimmt man alle Produkte, die man möchte, aus dem Regal, wie bei jedem anderen Supermarkt auch. Die Anzeige der entnommen Waren und Mengen erfolgt sofort und automatisch auf dem Kundendisplay. Zum Abschluss des Einkaufs verlässt der Kunde einfach den Laden. Der Einzug des Geldes geschieht per Rechnung oder EC-Karte. 

Ein innovatives Einkaufsmodell, das auch Thomas Barth beeindruckt. „Ich halte das für eine großartige Idee“, erklärt der Abgeordnete für den Wahlkreis Ingelheim, der das Projekt unterstützt und zugesagt hat, sich für die Beschaffung der dafür notwendigen Fördermittel einzusetzen.

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