MAINZ – Die Corona-Krise dauert nun schon ein knappes Jahr an. Schulen mussten schließen. Die Schüler müssen immer noch teilweise vom heimischen Schreibtisch aus am Unterricht teilnehmen. Die Stadt habe es aber bis heute nicht geschafft, WLAN in allen Schulen einzurichten und ausreichend mobile Endgeräte zur Verfügung zu stellen, so der Vorwurf der CDU.

Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Hannsgeorg Schönig ist dies inakzeptabel. „Bereits im September haben wir uns in einer Anfrage danach erkundigt, wie es um die digitale Ausstattung der Schulen bestellt ist und wo noch Handlungsbedarf besteht“, erläutert Schönig. Die Antworten seien nicht zufriedenstellend gewesen.

Die Kreisvorsitzende der CDU Sabine Flegel fordert Dezernent Eckart Lensch (SPD) auf, endlich eine ehrliche Bilanz zur digitalen Ausstattung der Schulen vorzulegen. „Lensch muss endlich Ross und Reiter beim Namen nennen“, sagt Flegel. Er müsse darlegen, welche Schulen konkret noch ans Breitbandnetz angeschlossen und an welchen Schulen das WLAN ausgebaut werden müsse. Auch sei es wichtig zu wissen, an welchen Schulen noch wie viele digitale Endgeräte fehlen.

Schönig und Flegel fordern unisono die Einsetzung einer Taskforce, die unverzüglich die noch zu lösenden Probleme angehe und beseitige. Hierzu gehöre auch eine umfassende Information der Öffentlichkeit, die bisher verweigert wurde. Das Schulamt habe bei der Digitalisierung der Schulen noch erheblichen Nachbesserungsbedarf. Hier müsse jetzt der Dezernent liefern und die Versäumnisse der vergangenen Monate aufarbeiten, die CDU werde sein Wirken intensiv verfolgen.

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