Volker Hans ist neuer ehrenamtlicher Dezernent für kommunales Fördermittelmanagement. Foto: red

FINTHEN – In der letzten Sitzung des Stadtrats im vergangenen Jahr wurde Volker Hans (66) zum neuen ehrenamtlichen Dezernenten für kommunales Fördermittelmanagement gewählt. Wir sprachen mit dem FDP-Politiker, der auch als Vorsitzender des FDP-Ortsverbands Finthen amtiert, über seine Aufgaben.

Herr Hans, was halten Sie von dem Ausdruck Lobbydezernent?

VOLKER HANS: Da sich die finanzielle Situation der Stadt höchstwahrscheinlich durch den Ausfall von Gewerbesteuer in den kommenden Jahren deutlich verschlechtern wird, ist es dringend geboten, sowohl die vorhandenen Fördertöpfe wie die vielen neuen, die auf verschiedenen Ebenen gerade eingerichtet werden, zu nutzen. Die Mittel, die damit zur Verfügung gestellt werden können, wollen wir für Projekte in Mainz nutzen. Daher ist es notwendig, zu den Mittelvergabestellen im öffentlichen Sektor und im Bereich der Stiftungen wie Organisationen Kontakt aufzunehmen und im besten Sinne für unsere Stadt Lobbyarbeit zu betreiben. Insofern ist „Lobbydezernent“ ein Begriff, der deutlich machen soll, dass es um unsere Stadt, um Mainz, geht.

Inwieweit stehen Ihnen Mitarbeiter zu Verfügung?

VOLKER HANS: Sobald alle Stellen durch die Stadtverwaltung besetzt sein werden, wird mein Team aus einer Stelle für das Vorzimmer und 1,5 Stellen für die Sachbearbeitung bestehen. Ein schlanker Apparat, der wirkungsvoll arbeiten wird.

Wo gibt es Schnittstellen mit dem Wirtschaftsdezernat?

VOLKER HANS: Schnittstellen bestehen zu allen Mitgliedern des Stadtvorstandes und zu den zugehörigen Fachämtern. Wir werden Serviceleistungen liefern, indem wir geeignete Fördermöglichkeiten mit den Kolleginnen und Kollegen für anstehende Projekte ermitteln. Dabei muss natürlich auch klar geregelt sein, welche Vorhaben wir wann und wie umsetzen. Das bedarf der politischen Steuerung. An der Stelle geht es dann natürlich auch um Koordination. Deshalb ist die Position des Fördermittelmanagements im Stadtvorstand angesiedelt.

Was wollen Sie als Erstes angehen?

VOLKER HANS: Zuerst muss das Team aufgebaut werden, was wir mit Hochdruck angegangen sind. Gemeinsam werden wir umgehend eine Fördermitteldatenbank und ein Register der möglichen Förderstellen aufbauen. Wir werden den Ablauf des Fördermittelcontrollings gemeinsam mit den Fachämtern erarbeiten und implementieren. Dieser Schritt ist von großer Bedeutung, damit gewährte Mittel nicht durch Fristversäumnisse oder andere Fehler verloren gehen.

Was wollen Sie im Laufe des Jahres 2021 sonst noch angehen?

VOLKER HANS: Als Mitglied des Stadtvorstandes gilt mein Interesse selbstverständlich ganz grundsätzlich allen Bemühungen, Mainz voranzubringen. Auch in 2021 wird es darum gehen, die Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen in unserer Stadt in den Griff zu bekommen. Mein Team und ich werden uns auch deshalb voller Tatendrang in unsere Aufgabe stürzen. Eine Chance sehe ich beispielsweise in der kostenlosen App „Luca“, mit der man die Nachverfolgung der Corona-Infektionsketten statt mit Zetteln zukünftig digital und damit deutlich schneller und lückenloser realisieren kann. Daher werde ich im Stadtvorstand ansprechen, ob und wie wir das in Mainz nutzen könnten.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“