Finthens Ortsvorsteher Manfred Mahle. Foto: red

FINTHEN – 2020 wird wegen der Corona-Krise in die Geschichtsbücher eingehen – auch in Finthen. Wir sprachen mit Ortsvorsteher Manfred Mahle über die Erwartungen zu Jahresbeginn und wie es dann weiterging.

Herr Ortvorsteher, mit welchen Gedanken, Hoffnungen und Erwartungen an 2020 haben Sie Silvester gefeiert?

MANFRED MAHLE: Ich habe mir Gedanken zu meiner Gesundheit gemacht und gehofft, dass es mir und uns allen weiter gut geht. Ich hatte Hoffnung auf Frieden und auf mehr Solidarität in unserer Gesellschaft. Meine Wünsche und Hoffnungen für das Jahr 2020 werden es auch für die kommenden Jahre sein: saubere Luft, sauberes Wasser, weniger Lärm.

Dann kam Corona. Hätten Sie sich Ende Februar vorstellen können, was die Gesellschaft in den kommenden Monaten erwarten würde?

MANFRED MAHLE: Es war unvorstellbar. Zunächst glaubten alle, es sei ein regionales Problem in China. Dann verbreitete sich das Virus immer schneller und wurde zu einer Pandemie. Es war undenkbar, dass beispielsweise das komplette Vereinsleben heruntergefahren und alle Vereinstermine abgesagt wurden und werden.

Wie war Ihre persönliche Gefühlslage im Sommer, als Corona fast in den Hintergrund geriet?

MANFRED MAHLE: Endlich wieder Luft holen und Menschen begegnen, ins Sportstudio gehen und – mit Einschränkungen – in Urlaub fahren. Das alles aber wohl wissend, dass eine zweite Welle droht.

Halten Sie den aktuellen Lockdown für richtig und angemessen?

MANFRED MAHLE: Grundsätzlich ja, aber es gibt schon etwas Unverständnis für die Einschränkungen im sportlichen Bereich im Freien und dort, wo die Verantwortlichen gut funktionierende Konzepte erarbeitet haben.

Was war in den vergangenen Monaten in Bezug auf Corona das signifikanteste Erlebnis?

MANFRED MAHLE: Als ich erfahren habe, dass das Virus immer näherkommt. Jetzt gibt es auch Fälle im Bekanntenkreis.

Es gab aber nicht nur Corona. Was war das wichtigste, was in Finthen abseits der Pandemie umgesetzt wurde?

MANFRED MAHLE: Wir haben bereits einige Verkehrsprojekte umgesetzt, sind aber längst nicht am Ende. Die Pandemie hat ja auch die Arbeit des Ortsbeirates beeinträchtigt. Zwei Sitzungen mussten wir in diesem Jahr absagen. 

Was steht – ebenfalls abseits von Corona – 2021 für Finthen auf der Agenda?

MANFRED MAHLE: Ich wünsche mir eine wirksamere  Zusammenarbeit der Parteien im Ortsbeirates, wenn es das Thema Verkehr geht, beispielsweise die Verbesserung und den Ausbau der Radweg. Wichtig ist auch eine Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidungsfindung des Ortsbeirates. Wir müssen ein stärkeres Augenmerk auf die Natur in und um Finthen richten, dazu zählen auch die Quellen, Bäche und Teiche.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“