Stefan Behrendt von der Feuerwehr Mainz und OB Michael Ebling informierten über die Vorbereitungen zum Mainzer Impfzentrum. Foto: Ralph Keim

GONSENHEIM – Dezember im Coronajahr 2020 – inzwischen ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Impfstoffe eingesetzt werden können. Und Mainz ist darauf vorbereitet: Im derzeit leerstehenden Gebäude der ehemaligen FH beziehungsweise Peter-Jordan-Schule in Gonsenheim nahe des Gonsbachtals wird das Impfzentrum der Stadt eingerichtet.

In solch einem Raum werden die Impfungen vorgenommen. Foto: Ralph Keim

Wie Oberbürgermeister Michael Ebling und Stefan Behrendt, Feuerwehr Mainz und für den Aufbau zuständiger Impfzentrumskoordinator, vor einem großen Presseaufgebot informierten, soll das Impfzentrum (eines von landesweit etwa 36 Zentren) bereits Mitte Dezember fertig ausgerüstet zur Verfügung stehen, sodass es direkt mit dem ersten Tag der Auslieferungen eines Impfstoffes einsatzbereit ist. Eine Liege, ein Tisch, ein Schreibtsich und einige Stühle in einem kleinen Raum sind derzeit das einzige, was auf die baldige Bedeutung in dem schmucklosen Gebäude hinweist. 

„Normalerweise hätten wir das Gebäude hier irgendwann abgerissen“, so Ebling, der die gute Erreichbarkeit – auch mit dem ÖPNV – herausstellte. Das Gebäude gehört der Stadt, verfügt über mehrere Räume, ist barrierefrei und verfügt über einige Parkplätze, außerdem über Strom- und Wasseranschlüsse sowie Heizung, Internetanbindung, Brandmeldeanlage und Toiletten. Damit muss die Stadt den impfbereiten Bürgern keinen provisorischen Zeltaufbau zumuten. 

Unter der Leitung der Feuerwehr wird alles auf den zu erwartenden Ansturm vorbereitet. Ebenfalls nicht unwichtig: In Gonsenheim kann das Impfzentrum leicht mit einem Sicherheitsdienst gegen unbefugten Zutritt abgesichert werden.  Die für das Impfzentrum anfallenden Kosten werden von Bund und Land übernommen.

Wie viele Personen hier bald täglich geimpft werden können, hängt zunächst von der Zahl der Impfdosen ab, die die Landeshauptstadt Mainz zugeteilt bekommt, so der OB weiter, der am Anfang mit etwa 200 Impfungen pro Tag rechnet. Die tägliche Kapazität soll allerdings bei bis zu 1000 liegen. Die entsprechenden Termine sollen über eine zentrale Stelle mit landesweit einheitlichen Kriterien erfolgen.

Mit den Impfungen erhofft sich OB Ebling auch eine schrittweise Rückkehr zur Normalität. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass die Mainzer Firma Biontech die erste Firma weltweit ist, die einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt hat“, unterstrich der Rathauschef. Aktuellen Meldungen zufolge rechnet Biontech mit einer Zulassung des Impfstoffs noch bis Ende des Jahres.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“