Auch die Ebersheimer erhalten jetzt ihre erste Mietradstation. Foto: Stadt Mainz/MVG.

EBERSHEIM – Die erste Mietradstation für Ebersheim will die Stadt im Bereich der Ortsverwaltung einrichten. Die Mainzer Verkehrsgesellschaft („MVG – meinRad“) sei derzeit in die Koordinierungsphase eingetreten, lautete die Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage aus dem Ortsbeirat. In der Vorlage für die Ausschüsse, die das Gremium in der Novembersitzung erreichte, schlug Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) vor, den Stellplatzbereich, der sich gegenüber dem Gebäudeeingang befindet, „multimodal umzufunktionieren“. So könne durch Verschieben der aktuellen Fahrradständer ein Angebot für private wie auch für Mieträder geschaffen und gleichzeitig ein Pkw-Parkplatz erhalten bleiben.

Viel Geduld aufbringen müssen die Ebersheimer Radfahrer hingegen bei den gewünschten Radwegen: Für die erhoffte Verbindung nach Nieder-Olm beispielsweise werden sie vorerst bis 2022 warten müssen. Solange dauern noch die rechtlichen Schritte, die der Landesbetrieb Mobilität (LBM) als Projektleiter abarbeiten muss, hieß es in einer weiteren Antwort der Dezernentin auf eine Anfrage der CDU-Fraktion. Bei dem genannten Projekt soll die Fahrbahn der L 413, die in die Selztalstadt führt, erneuert werden und daneben ein Radweg entstehen. In Nieder-Olm soll er an das bestehende Ortsstraßennetz „Auf der Gans“ anknüpfen und in Richtung Ebersheimsüdlich der Landstraße verlaufen, heißt es im Papier. Vor dem Mainzer Ortseingang sei zur Verkehrsberuhigung eine Verschwenkung geplant. Wer aus Ebersheim nach Nieder-Olm radeln will, wird die Straße sicher über einen Fahrbahnteiler queren können. Als Grund für die bisherige Verzögerung beim Planfeststellungsverfahren nannte Eder unter Berufung auf den LBM die schwierige Entwässerungssituation, die aber inzwischen geregelt worden sei.

Auch das Projekt der Radschnellverbindung in die Mainzer Innenstadt befinde sich noch ganz am Anfang und hänge mit der Ausarbeitung eines größeren Konzeptes zusammen, lautete eine weitere Auskunft von Eder in der entsprechenden Vorlage für die städtischen Ausschüsse. Die Ausarbeitung werde aktuell durch das „fahrRad“-Büro erstellt. Man befinde sich hierbei in enger Abstimmung mit den umliegenden Kommunen, die wiederum dabei seien, Machbarkeitsstudien zu Radschnellverbindungen oder Pendler-Radrouten zu erstellen. Sie untersuchen zudem unterschiedene Trassenführungen von Wiesbaden oder Frankfurt aus sowie Anknüpfungspunkte des Netzes an das Mainzer Stadtgebiet.

Einen weiteren Dämpfer erhielt der Ortsbeirat beim SPD-Antrag und dem Wunsch, in Ebersheim eine Ladesäule für Elektro-Automobile zu bekommen. Die Installation einer öffentlichen Ladesäule seitens der Mainzer Stadtwerke sei vorerst nicht vorgesehen „Es ist nicht von der notwendigen Häufigkeit an Fahrzeugwechseln auszugehen“, lautete die Fachantwort des Verkehrsdezernats, „da Ebersheim stark durch Wohnnutzung geprägt ist“. Warten heißtes auch beim Antrag der CDU vom August hinsichtlich der Bitte, die Bürgersteigbereiche an den Zebrastreifen barrierefrei umzugestalten.

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