Die Flaggen vor dem Stadthaus machen auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Gewalt gegen Frauen und Kinder – ein Missstand, ein krimineller Akt, der immer noch die Schlagzeilen mit beherrscht. Und das nahezu täglich. Vor diesem Hintergrund steht die vor 20 Jahren ins Leben gerufene Fahnenaktion von „Terre des Femmes“, die unter dem Motto „Frei leben – ohne Gewalt“ steht. Äußeres Zeichen sind Flaggen, die zum 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, an öffentlichen Gebäuden gehisst werden – auch am Stadthaus an der Großen Bleiche.

OB Ebling hisste zusammen mit den beiden Dezernentinnen Katrin Eder (li.) und Manuela Matz die Flagge. Foto: Ralph Keim

Oberbürgermeister Michael Ebling und die beiden Dezernentinnen Manuela Matz und Katrin Eder sowie Mitglieder des Frauenbüros und des Arbeitskreises „Gewalt an Frauen und Kindern“ hissten gemeinsam eine der drei Fahnen. „Gewalt an Frauen ist noch immer eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft“, sagte Ebling, der bei dieser Gelegenheit auf die Istanbul-Konvention hinwies, ein Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.

„Wir haben in Mainz bereits seit Jahrzehnten ein qualifiziertes Unterstützungsangebot für von Gewalt betroffene Frauen. Doch es gilt, täglich aufs Neue die Istanbul-Konvention wirksam werden zu lassen“, so Ebling weiter. „Wir als Landeshauptstadt unterstützen lokale Einrichtungen, damit sie betroffenen Frauen und Mädchen helfen können.“ Dazu zähle unter anderem der Frauennotruf Mainz.

Geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen, das habe sich der AK „Gewalt an Frauen und Kindern“ schon vor fast 30 Jahren zum Ziel gesetzt. Über den 25. November hinaus reichen die Themen des AK Gewalt von A wie Anmache bis Z wie Zwangsheirat.

Weitere Informationen zu der Arbeit des AK gibt es unter www.mainz.de/akgewalt.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“