Dieses Bild wird es 2021 definitiv nicht geben. Auch die KG ULK hat alle Sitzungen abgesagt. Archivfoto: Ralph Keim

LAUBENHEIM – Die jüngste Entwicklung der Corona-Pandemie hat bei den Fastnachtern jegliche Hoffnung auf ein wenig „analogen“ Frohsinn im Saal und auf der Straße, die es im Sommer vielleicht gegeben hat, für 2021 zunichte gemacht. Auch die KG ULK hat alle Veranstaltungen abgesagt. „Natürlich sind wir alles andere als glücklich über die Absagen. Aber wir stehen auch in einer gesellschaftlichen Verantwortung“, bekräftigt ULK-Vorsitzender Uwe Merz.

„Die Maßnahmen, so unbequem und frustrierend sie auch sind, dienen ja zu unserem aller Schutz.“ Die Absagen seien schweren Herzens erfolgt, aber auch mit der Überzeugung, dass man so helfen könne, die Pandemie gut zu überstehen, um dafür in der Kampagne 2021/2022 um so ausgelassener feiern zu können.

Keine Veranstaltungen, keine Sitzungen, kein Rebblütenfest, auf dem die KG ULK präsent ist – das heißt aber auch, dass der Verein keine Einnahmen hat. Dies relativiere sich allerdings, da die KG ULK auch auf der Ausgabenseite Einsparungen vornehmen konnte. „Und in den Vorjahren haben wir ordentlich gewirtschaftet, sodass dies verschmerzbar ist“, so der Vorsitzende weiter. 

Viel schmerzhafter sei allerdings das praktisch zum Erliegen gekommene Vereinsleben. „Denn wir konnten und können ja auch unsere regelmäßigen Treffen wie Komiteesitzungen, Ausflüge, das Winterglühen, die Weihnachtsfeier, die Ordensmatinee und so weiter nicht durchführen. Das tut schon weh.“

Vorsitzender Merz erinnert daran, dass der Verein bereits im September und Oktober mit der Veranstaltungsreihe „3KidS“ (Kunst, Kabarett, Kultur in de Stubb) einen kleinen Ausgleich für die Mitglieder geschaffen hatte. Doch wegen des neuerlichen Lockdowns musste die Reihe im November abgebrochen werden. Sie soll im kommenden Frühjahr ab März wieder fortgesetzt werden.

Als Sitzungsersatz plant die KG ULK ab 9. Januar, sofern es laut den dann geltenden Verordnungen erlaubt ist, die Veranstaltungsreihe „Kids“ (Karneval in de Stubb), vielleicht auch auch „KidZ“ (Karneval in dem Zelt) mit einer begrenzten Zuschauerzahl von maximal 33 Gästen. „Ob und wie wir gegebenenfalls diese Veranstaltungen im Internet präsentieren, dazu haben wir noch keine abschliessende Entscheidung getroffen. Das ist auch eine Kostenfrage. Aber steht uns die Mainzer Fastnacht-Genossenschaft beratend zur Seite“, so Uwe Merz abschließend.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“