MCV-Präsident Reinhard Urban präsentiert die aktuelle Ausgabe der „Narrhalla“. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Kampagnenauftakt am 11. 11.: Abgesagt! Umzug der Garden am 1. Januar: Fällt aus. Sitzungen: Wenn, dann nur online. Keine Frage: Wegen der Corona-Pandemie findet die Kampagne 2020/2021, die jetzt schon in die Geschichte eingegangen ist, nur auf kleinster Flamme statt.

Damit muss auch der MCV zurecht kommen. Aber rechtzeitig zum 11. 11. präsentierte der Traditionsverein wenigstens ein Motto, außerdem die aktuelle „Narrhalla“-Ausgabe und das Zugplakettchen. In seiner Geschäftsstelle verkündete der MCV das Kampagnenmotto: „Trotz Corona segelt heiter – das Narrenschiff voll Hoffnung weiter“, heißt es passend zur Zeit. 

Ebenso passend dazu wurde auch das Zuplakettchen entworfen, das sich erstmals seit vielen Jahrzehnten wieder in einer klassischen Plakettenform präsentiert: Zu sehen sind neben der Symbolfigur des MCV, dem Bajazz mit seiner Laterne ein Kleppergardist und ein Haubinger. Mit 1856 und 1857 als Gründungsjahre feiern beide Garden im kommenden Jahr närrische Jubiläen, hätten jedenfalls allen Grund zum Feiern, was wohl ebenfalls ausfallen muss – zumindest vorerst. 

Der MCV und sein Präsident Reinhard Urban wollen den Mainzern wenigstens ein bisschen Fastnacht bieten. Foto: Ralph Keim

Von den bestens bekannten Zugplakettchenverkäufern wird das gute Stück Corona-bedingt wohl erst im neuen Jahr angeboten. In der MCV-Geschäftsstelle gibt es die Plakettchen für 4,50 Euro allerdings jetzt schon. 20000 Stück hat der MCV herstellen lassen. Ein möglicher Überschuss aus diesem Verkauf soll sozialen Zwecken gespendet werden.

„Es wird 2021 allerdings keine Straßenumzüge geben, weder am 1. Januar noch am Rosenmontag“, stellte MCV-Präsident Reinhard Urban klar. Allerdings plane der MCV, einige Motivwagen mit aktuellen Bezügen in der Innenstadt aufzustellen.

Keine Sitzungen in den Sälen, dafür aber eine „MCV-Fastnachtsshow“ – auch das ist der Corona-Pandemie geschuldet. Die 35- bis 45-minütige „Sendung“ mit Kurzauftritten von bekannten MCV-Aktiven soll vorproduziert und im Januar beziehungsweise online „ausgestrahlt“ werden. Es sei den Aktiven nicht leicht gefallen, sich darauf einzulassen, räumte MCV-Vorstandsmitglied Andreas Eberle ein. Was die TV-Sitzung angeht, gebe es beim normalerweise ausstrahlenden SWR „kreative Arbeitsgruppen“, ergänzte MCV-Präsident Urban.

Immerhin: An der Aufführung der beliebten Fastnachtsposse im Staatstheater hält der MCV (noch) fest. Der Inhalt: In einem Fastnachtsverein haben mehr und mehr die Frauen das Sagen übernommen. Doch mit welchen Folgen? Der Pandemie und ihren Verordnungen geschuldet soll es wegen der einzuhaltenden Abstände und der damit verbundenen geringeren Zuschauerkapazitäten 13 statt der üblichen sieben Vorstellungen geben – darunter auch am Nachmittag von Fastnachtfreitag und sogar an Rosenmontag. Als Premiere steht der 9. Februar im Raum. Sollte es im Februar wieder einen Lockdown geben, würde die Posse 2022 zu Zuge kommen.

Vielfältige Themen bietet die Zeitschrift „Narrhalla“, die mit „Mehr Masken, weniger Fastnacht“ titelt.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“