Mit dem Parken am Sportplatz beschäftigte sich der Ortsbeirat. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

WEISENAU – Die verschärften Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung bewirkten, dass die Ortsbeiratssitzung in Weisenau im Eiltempo über die Bühne ging. Das Gremium verzichtete auf die Behandlung der Rückmeldungen auf Anfragen aus vergangenen Sitzungen. Einstimmig nahm das Gremium den gemeinsamen Antrag aller Fraktionen für eine anwohnerfreundliche Regelung der Parksituation am Sportplatz an. Diese sei aktuell für die Anwohner und die Nutzer der Sportanlage an der Friedrich-Ebert-Straße nicht zufriedenstellend, so Franz-Josef Scheck (SPD), der den Antrag begründete. „Die Parkbeschränkung zwischen 9 und 16 Uhr von Montag bis Freitag auf jeweils drei Stunden hat sich nicht bewährt.“

Bereits im Mai monierte der Ortsbeirat diese Situation: ohne Erfolg. „Wir beanspruchen aber die Orts- und Sachkenntnis zum Thema Sportplatz und Nutzer“, begründete Scheck die Hartnäckigkeit. So soll die Parkdauer von Montag bis Freitag zwischen 17 und 23 Uhr auf jeweils drei Stunden begrenzt werden. Dies solle bewirken, dass tagsüber die Gewerbetreibenden und nachmittags und abends die Sportler ihre Autos abstellen können und die Entsorgungsbetriebe dennoch die Gelegenheit bekommen, im Rahmen ihrer Betriebszeiten dort effektiv zu reinigen. Der Antrag biete zudem den Ausgleich zwischen dem Parkbedarf der Unternehmen am Tag und dem Parkbedarf der Sportler ab 17 Uhr.

Das eigentliche Problem, so Scheck, sei das Parkverhalten der Hotelgäste, die nicht wie erhofft die vermutlich kostenpflichtigen Hotelparkflächen im Innenhof, sondern die öffentlichen Parkbuchten nutzen. Daher soll das Hotel gebeten werden, die Gäste auf die hauseigenen Parkmöglichkeiten hinzuweisen. „Außerdem scheinen in den Abendstunden und nachts die Parkplätze ebenso gut frequentiert zu sein“, so Scheck, der zur Illustration die Bezeichnung „Sprinter-Parkplatz“ nutzte.

„Ich befürchte, es wird schwierig sein, zu kontrollieren, wer zum Hotel gehört und wer Sportler ist“, sagte Robert Opara (Grüne). „Wenn es uns gelingt, die Autos der Hotelgäste auf die Parkflächen des Innenhofs zu verlegen, dann haben wir unser Ziel erreicht“, kommentierte Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD).

Mit einem Prüfantrag der SPD-Fraktion bat der Ortsbeirat die Stadtverwaltung einstimmig, eine Lösung für den Wegfall eines Parkplatzes in der Linden- und der Erich-Ollenhauer-Straße zu suchen: Der Parkplatz soll zu einem Mülltonnensammelplatz umgewidmet werden. So könnte ein zeitlich beschränktes Parkverbot am Vormittag des Leerungstages Abhilfe schaffen.

Ebenfalls einstimmig angenommen wurde der Antrag der CDU, für beide Kindertagesstätten am Großberg eine Frischküche zu realisieren, sobald ein Pilotprojekt zur Ernährung an Kitas in Hartenberg-Münchfeld seinen Abschluss findet.

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.